Personalmeldungen Personelle Veränderungen bei Lanxess, Infraserv Höchst, Dow & Co.

Von Alexander Stark

Bei Lanxess, Infraserv Höchst, Fluor, Dow Deutschland, dem VDI und Softing Industrial Automation wurden wichtige Führungsposten neu vergeben. PROCESS fasst die aktuellen Personalmeldungen für Sie zusammen.

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Neue Köpfe übernehmen das Ruder bei zahlreichen Unternehmen der Prozessindustrie.
Neue Köpfe übernehmen das Ruder bei zahlreichen Unternehmen der Prozessindustrie.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Würzburg – Beim Spezialchemie-Konzern Lanxess gibt es mehrere Veränderungen im Management: Neuer Leiter der Konzerninitiative für Elektromobilität und Kreislaufwirtschaft wird zum 1. April 2022 Martin Saewe. Saewe ist derzeit Leiter des Geschäftsbereichs Lubricants Additives Business (LAB). Er folgt auf Philipp Junge, der die Konzerninitiative seit ihrem Start im August 2020 geleitet und Strategie sowie Projekte von Lanxess rund um Elektromobilität und Kreislaufwirtschaft erfolgreich vorangetrieben hat. Philipp Junge verlässt das Unternehmen auf eigenen Wunsch zum 31. März 2022, um sich neuen Herausforderungen außerhalb des Unternehmens zu stellen.

Neuer Leiter des Geschäftsbereichs Lubricants Additives Business wird zum 1. Juli 2022 Neelanjan Banerjee. Er ist seit August 2018 Leiter der Region Indien, Landessprecher für den Konzern in Indien sowie Geschäftsführer der Lanxess India Private Limited. Zum gleichen Zeitpunkt wird Namitesh Roy Choudhury, derzeit Leiter des Bereichs Production, Technology, Safety and Environment für Indien, die Landesleitung für in Indien und die Geschäftsführung der Lanxess India Private Limited von Banerjee übernehmen.

Jürgen Vormann verlässt Infraserv Höchst

Jürgen Vormann, seit 2004 Vorsitzender der Geschäftsführung der Infraserv Verwaltungsgesellschaft und von Infraserv Höchst, wird das Unternehmen zum Jahresende verlassen. Der 59-Jährige hat seinen Vertrag im vergangenen Jahr auf eigenen Wunsch nur bis Ende 2022 verlängert.

„Nach 18 Jahren an der Spitze eines Unternehmens läuft man Gefahr, sich selbst und die eigenen Entscheidungen nicht mehr so intensiv wie nötig zu hinterfragen, erforderliche Weichenstellungen zunehmend auf der Basis eigener Erfahrungen zu treffen und dadurch Trends und neuen Entwicklungen nicht mehr mit der Aufgeschlossenheit zu begegnen, die notwendig wäre“, begründet Jürgen Vormann seine Entscheidung. „Diese Gefahr ist nicht zu unterschätzen, zumal wir im Führungsteam von Infraserv Höchst in den zurückliegenden Jahren viele richtige Entscheidungen getroffen haben und das Unternehmen ausgezeichnet aufgestellt ist.“ Vor diesem Hintergrund sieht Vormann einen guten Zeitpunkt gekommen, um durch einen Wechsel an der Unternehmensspitze neue Impulse von außen für die Infraserv Höchst zu ermöglichen. Gleichzeitig gewährleiste Dr. Joachim Kreysing in der Geschäftsführung der Infraserv Höchst das notwendige Maß an Kontinuität und Stabilität. „Die enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit mit Joachim Kreysing gibt mir die Sicherheit, das Unternehmen mit einem guten Gefühl verlassen zu können“, sagt Jürgen Vormann. Er selbst konkretisiert derzeit seine Zukunftspläne.

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Jürgen Vormann stammt aus dem westfälischen Münster. Nach der Ausbildung zum Industriekaufmann und dem Studium der Betriebswirtschaftslehre an der Westfälischen-Wilhelms-Universität Münster begann er seine berufliche Laufbahn im Jahr 1990 in der damaligen Hoechst AG, nach deren Umstrukturierung Vormann ab 1997 bei Celanese Chemicals Europe kaufmännischer Geschäftsführer und Arbeitsdirektor wurde. 2004 übernahm Jürgen Vormann den Vorsitz der Geschäftsführung von Infraserv Höchst sowie der Infraserv Verwaltungsgesellschaft, der auch die Infraserv-Gesellschaften in Wiesbaden und Gendorf sowie die Yncoris, Betreibergesellschaft des Industrieparks Knapsack, zugeordnet sind.

Vormann ist Mitglied im Vorstand des Bundesarbeitgeberverbandes Chemie (BAVC), Mitglied im Vorstand des Hessischen Chemie-Arbeitgeberverbandes HessenChemie und Vorsitzender der Fachvereinigung Chemieparks im Verband der Chemischen Industrie (VCI). Er gehört der Vollversammlung der Industrie- und Handelskammer Frankfurt am Main an und ist Vorsitzender des dortigen Industrieausschusses. Darüber hinaus engagiert er sich im Frankfurter Stadtteil Höchst als stellvertretender Vorsitzender des Kuratoriums und gleichzeitig als interimistisch amtierender Vorsitzender des Vorstands der Stiftergemeinschaft Justinuskirche e.V. sowie als stellvertretender Vorsitzender der Initiative Pro Höchst e.V.

Alan Boeckmann tritt als Executive Chairman von Fluor zurück

Wie die Fluor Corporation mitteilte, wird sich Alan Boeckmann, der derzeitige Executive Chairman des Unternehmens, bei der jährlichen Aktionärsversammlung am 5. Mai 2022 nicht zur Wiederwahl stellen. David Constable, der Chief Executive Officer (CEO) von Fluor, wurde vom Verwaltungsrat zum Nachfolger von Boeckmann als Vorsitzender ernannt, zusätzlich zu seiner Rolle als CEO.

Boeckmann ist seit fast 40 Jahren in Führungspositionen für Fluor tätig, unter anderem von 2002 bis 2011 als Vorsitzender und CEO des Unternehmens, bevor er 2019 als Executive Chairman in den Vorstand von Fluor zurückkehrte. Anschließend war er bis 2012 als nicht-geschäftsführender Vorsitzender tätig. Er begann seine Karriere bei Fluor im Jahr 1974.

Bevor er im Januar 2021 CEO wurde, hatte Constable von 1982 bis 2011 verschiedene Führungspositionen im Unternehmen inne. Er ist Mitglied des Verwaltungsrats von ABB und ehemaliger Direktor von Anadarko und Rio Tinto. Außerdem war er von 2011 bis 2016 CEO und Executive Director von Sasol. Constable wurde 2019 Mitglied des Board of Directors von Fluor und führte den Vorsitz des Commercial Strategies and Operational Risk Committee.

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Katja Wodjereck übernimmt Leitung von Dow Deutschland

Katja Wodjereck, Commercial Director EMEAI für Dow Industrial Solutions und verantwortlich für den Geschäftsbereich in Europa, Mittlerer Osten, Afrika und Indien, übernimmt ab Februar zusätzlich die Position der Präsidentin von Dow Deutschland, Österreich und Schweiz. Zudem wird sie Vorstandsvorsitzende von Dow in Deutschland. Sie folgt damit auf Ralf Brinkmann, der das Unternehmen Ende März nach 30 Jahren Unternehmenszugehörigkeit verlassen wird, um sich neuen Aufgaben zu widmen.

Wodjereck begann ihre Karriere bei Dow 2001 im Vertrieb in der damaligen Deutschlandzentrale in Schwalbach. Im Laufe ihrer über 20-jährigen Laufbahn hatte sie verschiedene Führungspositionen in Vertrieb, Marketing und Product/Asset Management für unterschiedliche Geschäftsbereiche und Marktsegmente in Europa und Lateinamerika inne, darunter in den Bereichen, Packaging & Specialty Plastics, Energy and Microbial, Gas & Mining und zuletzt Industrial Solutions. Sie leitete in den beiden letzten Jahren zudem die Nachhaltigkeitsaktivitäten des Konzerns für die EMEAI Region. Wodjereck hat einen Abschluss in International Business Management von der Fachhochschule Trier und der Universidad Viña del Mar Chile sowie einen MBA vom Northwood University Executive MBA Programm. Die gebürtige Augsburgerin vertritt Dow u. a. im Vorstand der European Petrochemical Association (EPCA).

Ralf Brinkmann war seit 1992 bei Dow in verschiedenen leitenden Positionen im Chemie- und Kunststoffgeschäft in Europa und in den USA tätig. Von 2010 bis 2014 war der Betriebswirt erstmals Präsident von Dow in Deutschland, wechselte anschließend an die Spitze des Geschäftsbereichs Dow Consumer Care und leitete anschließend das globale Geschäft für Dow Building & Construction. Seit 2018 war er Präsident DACH, Osteuropa, Russland, Italien und Vorstandsvorsitzender von Dow in Deutschland und maßgeblich für die Koordinierung der Ausgliederung des Dow-Spezialchemiegeschäfts in Europa nach der Fusion zwischen Dow und Dupont zuständig.

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VDI: Neuer Vorsitzender des Interdisziplinären Gremiums Digitale Transformation

Dr.-Ing. Wilhelm Otten ist neuer Vorsitzender des Interdisziplinären Gremiums Digitale Transformation im VDI. Damit leitet er einen Expertenkreis, der sich über unterschiedliche Ingenieurdisziplinen hinweg mit Fragen der Umsetzung der Digitalen Transformation beschäftigt.

Wilhelm Otten startete seine industrielle Karriere im Jahr 1988 in der Verfahrenstechnik von Degussa in Hanau. Nach verschiedenen Stationen leitete er zuletzt das Geschäftsgebiet Verfahrenstechnik & Engineering der Evonik mit ca. 900 Mitarbeitern in Europa, Amerika, Südamerika, China und Singapur. In dieser Position war Otten verantwortlich für die Digitalisierungsinitiativen im Bereich der Produktion und Technik der Evonik. Damit verbunden verantwortete er Technologie-Entwicklung und Optimierung der Geschäftsprozesse.

Nach dem Ausscheiden aus der Evonik 2020 hat er ein Beratungsunternehmen gegründet und berät Klienten international in der Optimierung und Digitalisierung ihrer Geschäftsprozesse mit dem Schwerpunkt Asset Life Cycle Management, Investitionsprojekte und „Integrated Engineering“.

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Neue Doppelspitze bei Softing Industrial Automation

Thomas Hilz und Thomas Rummel haben per 10. Januar 2022 gemeinsam die Geschäftsführung von Softing Industrial Automation in Haar bei München übernommen.

Künftig leitet Thomas Hilz die Bereiche Vermarktung und Vertrieb und übernimmt gleichzeitig die Rolle des Sprechers der Geschäftsführung. Außerdem ist er für die Leitung des Nürnberger Standortes von Softing Industrial verantwortlich. Thomas Rummel verantwortet die Bereiche Entwicklung und Produktmanagement sowie den Entwicklungsstandort von Softing in Cluj/Rumänien. Der bisherige Geschäftsführer, Frank Steinhoff, ist per 31. Dezember 2021 aus dem Unternehmen ausgeschieden.

Sowohl Rummel als auch Hilz können in der neuen Position auf ihre langjährige Erfahrung im Unternehmen aufbauen. Hilz ist mit einer Unterbrechung seit 2010 bei Softing tätig. Zunächst als Produktmanager, dann als Market Segment Manager für den Bereich Prozessautomatisierung. Nach einer zweieinhalbjährigen Tätigkeit als Business Development Manager beim Netzwerkspezialisten Moxa, kehrte er Ende 2017 ins Unternehmen zurück. Seitdem verantwortete er die Bereiche Produktmarketing und Strategic Accounts. Rummel ist seit 1997 bei Softing in der Software-Entwicklung tätig, deren Leitung er 2008 übernahm. Im Jahr 2018 wurde er zum Senior Vice President für die Bereiche Entwicklung und Produktmanagement ernannt, für die er auch in seiner neuen Funktion als Geschäftsführer verantwortlich sein wird.

Vorstand Dr. Wolfgang Trier sieht die neue Doppelspitze als positiven Schritt für Softing: „Thomas Hilz und Thomas Rummel sind zwei langjährige und erfahrene Mitarbeiter, die bereits in der Vergangenheit wichtige Impulse für die Entwicklung des Unternehmens gesetzt haben. Ich bin mir sicher, dass sie als Team die solide Geschäftsbasis von Softing weiter ausbauen und die kommenden Herausforderungen des Marktes mit Erfolg meistern werden.“

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