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China Market Insider Paradigmenwechsel in China: Klimaschutz erstmals über den Bau neuer Chemiefabriken gestellt

Autor / Redakteur: Henrik Bork / Wolfgang Ernhofer

Die größte, in Bau befindliche Kohle-Chemie-Anlage der Erde ist gerade in der Provinz Shaanxi suspendiert worden, berichtet das Wirtschaftsmagazin Caixin. Auch in der Inneren Mongolei, einer weiteren Provinz mit vielen Projekten der Kohle-Chemie, seien Neuzulassungen seit kurzem schwerer geworden, berichtet das Magazin. Landesweit fallen nicht nur Großprojekte der Kohlechemie, sondern auch solche der Petrochemie der Axt der neu erstarkten Klimaschützer zum Opfer.

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Mit dem Format „China Market Insider“ berichtet PROCESS regelmäßig über den chinesischen Chemie- und Pharmamarkt.
Mit dem Format „China Market Insider“ berichtet PROCESS regelmäßig über den chinesischen Chemie- und Pharmamarkt.
(Bild: ©sezerozger - stock.adobe.com)

Peking/China – Ein Hauptziel der Emissions-Kommissare ist derzeit aber eindeutig die Produktion von Ethylen und ähnlichen Grundstoffen aus Kohle „Projekt der Kohlechemie wegen seines unersättlichen Energie-Appetits suspendiert,“ titelte Caixin über das Einfrieren des Mega-Projektes in Shaanxi. Im Zuge der Anstrengungen Chinas, seinen Energieverbrauch zu reduzieren und ehrgeizige Klimaschutz-Ziele zu erreichen, sei das von der staatlichen „Shaanxi Coal“ und der “Chemical Industry Group“ im Ort Yulin in der Nordwest-Provinz Shaanxi bereits am 2. Juli suspendiert worden, berichtet das angesehene Wirtschaftsmagazin.

Das Projekt, das bis 2025 mit einer Investition von 126 Milliarden Yuan (rund 16,4 Milliarden Euro) fertig gebaut werden sollte, habe es vor seiner Suspendierung verfehlt, eine offizielle „Energiespar-Evaluierung“ zu bestehen, schreibt Caixin.