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Quartalsergebnisse Novartis zufrieden mit Performance im ersten Halbjahr

| Redakteur: MA Alexander Stark

Novartis erzielte im ersten Halbjahr eine starke Performance. Der Nettoumsatz belief sich im zweiten Quartal auf umgerechnet 9,7 Milliarden Euro. Vorbehaltlich unvorhersehbarer Ereignisse erwartet der Konzern für 2020 ein Wachstum beim Nettoumsatz im mittleren einstelligen Prozentbereich.

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Trotz der Auswirkungen von Covid-19 konnte Novartis im ersten Halbjahr eine starke Performance erzielen.
Trotz der Auswirkungen von Covid-19 konnte Novartis im ersten Halbjahr eine starke Performance erzielen.
(Bild: Novartis)

Basel/Schweiz – Der Schweizer Pharmakonzern Novartis hat in der ersten Jahreshälfte trotz der Auswirkungen von Covid-19 eine starke Performance erzielt. Die Wachstumstreiber und Neueinführungen hätten sich weiter mit einer starken Dynamik entwickelt, wobei Cosentyx und Entresto ihre Marktanteile in den USA ausbauen konnten, kommentierte CEO Vas Narasimhan die Quartalsergebnisse. Covid-19 habe sich im zweiten Quartal auf das Geschäft des Konzerns insofern ausgewirkt, als dass sich der Effekt der Vorratskäufe des ersten Quartals weitgehend umgekehrt hat. Trotzdem sei die Geschäftstätigkeit weiterhin stabil mit einem Kundendienstniveau auf Rekordhöhe. Die Geldzuflüsse entsprächen nach wie vor dem normalen Geschäftsverlauf, und die Debitorenlaufzeit liege auf üblichem Niveau. Das Produktportfolio erweist sich laut Narasimhan nach wie vor als widerstandsfähig, obwohl sich Covid-19 im April und Mai negativ auf die Umsätze ausgewirkt hätte, was insbesondere Lucentis und reife Ophthalmologieprodukte sowie die Neubehandlung von Patienten in der Dermatologie und das Retailgeschäft von Sandoz betroffen habe. Der Umsatz sei vor allem durch weniger Neubehandlungen von Patienten und durch einen deutlichen Rückgang der Arztbesuche beeinträchtigt worden. Diese Situation verbesserte sich gegen Ende des Quartals.

Die Arzneimittelentwicklung laufe derzeit mit tragbaren Unterbrechungen weiter, wobei das Portfolio an klinischen Studien dank der digitalen Technologien Sense und Site Cockpit proaktiv gesteuert und Beeinträchtigungen auf Standortebene schnell gemindert werden könnten, so der CEO weiter. Diese Maßnahmen würden bisher die Covid-19-bedingten Auswirkungen auf die Zeitpläne für Zulassungsanträge, die in den kommenden Jahren anstehen begrenzen. Die klinischen Studien der Phase III mit Canakinumab bei Patienten mit Lungenentzündung infolge einer Sars-Cov-2-Infektion und mit Ruxolitinib in Kombination mit der Standardbehandlung im Vergleich zur Standardbehandlung allein würden in Zusammenarbeit mit Incyte weitergeführt. Ergebnisse aus diesen Studien werden in der zweiten Jahreshälfte 2020 erwartet. Das Unternehmen unterstütze nach wie vor mehr als 35 laufende prüferinitiierte Studien mit 10 Medikamenten von Novartis.

Chinas Pharma-Ausrüstermarkt 2020: Aktueller Status, Trends und Handlungsempfehlungen“

Mit aktuell über 4.800 Pharmaproduzenten bietet der chinesische Markt weiterhin riesige Chancen für die globale Ausrüsterbranche. Dieser 40-seitige englischsprachige Report soll Ihnen dabei helfen, ein besseres Verständnis des gegenwärtigen chinesischen Pharmamarktes zu gewinnen. Basierend auf Umfrageergebnissen unter Anwendern in der pharmazeutischen Industrie sowie Experteninterviews zeigt der Report eine Branchen-Prognose auf und gibt Handlungsempfehlungen für Ihre zukünftigen Betriebs- und Investitionstätigkeiten in China.

Der Konzern hat im Juli ein einzigartiges, nicht gewinnorientiertes Portfolio von Medikamenten zur symptomatischen Behandlung von Covid-19 lanciert. Das neue Portfolio umfasst 15 Medikamente der Division Sandoz und ist auf den dringenden ungedeckten Bedarf von Ländern mit niedrigen und niedrigeren mittleren Einkommen in der Behandlung von Patienten mit Covid-19-Symptomen zugeschnitten. Dieses Portfolio soll während der Pandemie und bis zur Verfügbarkeit eines Impfstoffs oder einer kurativen Behandlung ohne Gewinn an staatliche Stellen in bis zu 79 in Frage kommenden Ländern mit niedrigen und niedrigeren mittleren Einkommen abgegeben werden.

Fortzuführende Geschäftsbereiche – zweites Quartal

Der Nettoumsatz belief sich im zweiten Quartal auf umgerechnet 9,7 Milliarden Euro. Volumensteigerungen steuerten 5 Prozentpunkte zum Umsatzwachstum bei und wurden von Entresto, Zolgensma und Cosentyx angetrieben, teilweise absorbiert durch die Auswirkungen von Covid-19. Die Volumensteigerungen wurden durch einen Preisverfall von 3 Prozentpunkten sowie Einbussen durch Generikakonkurrenz von 3 Prozentpunkten aufgehoben.

Das operative Ergebnis belief sich auf 2,06 Milliarden Euro (–12 %, –4 % kWk). Dieser Rückgang war vor allem auf Umsatzeinbußen sowie höhere Wertminderungen zurückzuführen, die durch geringere Ausgaben und eine verbesserte Bruttomarge teilweise wettgemacht wurden. Der Reingewinn betrug 1,6 Milliarden Euro (–11 %, –4 % kWk) und war vor allem durch ein niedrigeres operatives Ergebnis geprägt.

Fortzuführende Geschäftsbereiche und Gesamtkonzern– erstes Halbjahr

Der Nettoumsatz belief sich im ersten Halbjahr auf 20,2 Milliarden (+3 %, +6 % kWk), getragen vor allem von Entresto, Zolgensma und Cosentyx. Volumensteigerungen steuerten trotz negativer Auswirkungen von Covid-19 11 Prozentpunkte zum Umsatzwachstum bei. Die kräftigen Volumensteigerungen wurden durch einen Preisverfall von 3 Prozentpunkten sowie Einbussen durch Generikakonkurrenz von 2 Prozentpunkten teilweise absorbiert.

Das operative Ergebnis betrug 4,4 Milliarden Euro (+4 %, +11 % kWk). Es profitierte vor allem von höheren Umsätzen und geringeren Rechtskosten, die durch höhere Abschreibungen und geringere Veräußerungen teilweise absorbiert wurden.

Der Reingewinn erreichte 3,4 Milliarden Euro (+2 %, +9 % kWk) und beruhte vor allem auf dem höheren operativen Ergebnis, das durch einen höheren Finanzaufwand teilweise absorbiert wurde.

Auf der Ebene des gesamten Konzerns belief sich der Reingewinn auf 3,4 Milliarden Euro, gegenüber 7,4 Milliarden Euro im Vorjahreszeitraum, der den nicht steuerpflichtigen, nicht geldwirksamen Nettogewinn aus der Ausschüttung von Alcon einschloss.

Seminar: Qualitätsrisikomanagement für regulierte Produkte

In unserem Seminar „Qualitätsrisikomanagement für regulierte Produkte im Lifescience“ lernen Sie, wie Sie ein Risikomanagementsystem aufbauen und im Qualitätsmanagement integrieren können. Dabei werden Hilfsmittel präsentiert und deren Einsatz anhand von Fallbeispielen geübt. Aufgrund der aktuellen Corona-Pandemie ist diese Veranstaltung auch als Live-Webinar buchbar.

Ausblick 2020

Vorbehaltlich unvorhersehbarer Ereignisse erwartet der Konzern für 2020 ein Wachstum beim Nettoumsatz im mittleren einstelligen Prozentbereich.

Auf Ebene der Divisionen wird 2020 folgende Entwicklung der Nettoumsätze (kWk) erwartet:

  • Innovative Medicines: Wachstum im mittleren einstelligen Prozentbereich erwartet
  • Sandoz: Wachstum im niedrigen einstelligen Prozentbereich erwartet
  • Operatives Kernergebnis: Wachstum im niedrigen zweistelligen Prozentbereich (kWk) erwartet

Die aktuelle Prognose geht davon aus, dass sich die Rückkehr zu normalen Gesundheitssystemen, einschließlich der Verschreibungsdynamik, insbesondere in der Ophthalmologie, im zweiten Halbjahr 2020 weltweit fortsetzt. Die Prognose basiert außerdem auf der Annahme, dass 2020 in den USA keine Generika von Gilenya und Sandostatin LAR auf den Markt kommen.

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