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O4-115 Quattro von BASF Neuer Katalysator verbessert Produktion von Schwefelsäure

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

BASF hat mit O4-115 Quattro einen neuen Schwefelkatalysator entwickelt. Durch seine spezielle geometrische Form – eine Kombination aus vier Strängen – verfügt der Cäsium-basierte Katalysator über eine größere aktive Katalysatoroberfläche im Vergleich zu anderen Schwefelsäurekatalysatoren. BASF spricht sogar von 30 % mehr Fläche.

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Eine erste Referenzanlage nutzt den neuen Schwefelsäurekatalysator O4-115 Quattro bereits seit einem Jahr.
Eine erste Referenzanlage nutzt den neuen Schwefelsäurekatalysator O4-115 Quattro bereits seit einem Jahr.
(Bild: BASF)

Ludwigshafen – Für Schwefelsäureproduzenten bedeutet die größere Oberfläche eine Umsatzsteigerung im Katalysatorbett, eine Senkung der SO2-Emissionen und eine verbesserte Leistung bei Anlagen mit beschränkten Katalysatorvolumen. Darüber hinaus wurden beim O4-115 Quattro auch die physikalischen und mechanischen Eigenschaften verbessert. Die nochmals verstärkte Katalysatorhärte spiegelt sich in einem geringeren Siebverlust wider und sorgt dafür, dass dieser neue Katalysatortyp langzeitstabil ist.

Bereits seit dem Jahr 2016 ist der neue Schwefelsäurekatalysator O4‑115 Quattro von BASF in einer Referenzanlage von Domo Caproleuna im Einsatz. Auf Anhieb zeigte sich mit dem neuen Katalysator eine Steigerung im SO2-Umsatz bei gleichzeitiger Kapazitätserhöhung. Der Betriebsleiter der Schwefelsäureanlage von Domo Caproleuna, Ulf Müller, ist mit der Leistung des BASF Quattro Katalysators zufrieden: „Der richtige Katalysator ist ein entscheidender Faktor, um eine Schwefelsäureproduktionsanlage erfolgreich zu betreiben. Seit wir den O4-115 Quattro Katalysator bei uns einsetzen, können wir unsere Anlage spürbar effizienter betreiben.“

BASF kann bei der Herstellung von Schwefelsäurekatalysatoren auf das eigene Schwefelsäureproduktions-Know-how zurückgreifen. Das Unternehmen betreibt vier Schwefelsäureanlagen an seinem Stammwerk in Ludwigshafen, wo immer die neuesten Katalysatortechnologien zum Einsatz kommen. „Zur Neuentwicklung von Katalysatoren ist eine eigene Schwefelsäureproduktion ein enormer Vorteil. Hier können wir wichtige Erkenntnisse über die Performance und Langzeitstabilität der Katalysatoren gewinnen“, sagte Detlef Ruff, Leiter der globalen Geschäftseinheit Process Catalysts bei BASF. „Darüber hinaus investieren wir kontinuierlich in die Schwefelsäurekatalysatorforschung. 2016 haben wir eine Katalysatortestanlage in Betrieb genommen, und der Schwefelsäurekatalysator O4-115 Quattro ist die erste von vielen Neuentwicklungen, die daraus hervorgehen werden.“

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