Forschungsprojekt Ascend KI-gestützte Katalysatorforschung: 30 Millionen Euro Förderung für deutsches Konsortium

Quelle: Helmholtz-Zentrum Berlin 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Mit 30 Millionen Euro Fördervolumen startet das Konsortium Ascend ein ambitioniertes Forschungsprojekt zur beschleunigten Entwicklung neuer Katalysatoren. KI, digitale Katalyse und Dünnschichttechnologien sollen den Weg zu nachhaltigeren synthetischen Kraftstoffen und Basischemikalien für die Industrie ebnen.

Das Ascend-Team beim internen Kick-off des Projekts(Bild:  FHI / Steffen Kangowski)
Das Ascend-Team beim internen Kick-off des Projekts
(Bild: FHI / Steffen Kangowski)

Sechs Partner aus Forschung und Industrie – darunter das Helmholtz-Zentrum Berlin (HZB), das Fritz-Haber-Institut der Max-Planck-Gesellschaft (FHI), BASF, Dunia Innovations, Siemens Energy und die Technische Universität Berlin – starten ein gemeinsames Projekt, um die Katalysatorforschung zu beschleunigen.

Hierzu führt das Projekt zwei bahnbrechende Ansätze zusammen: digitale Katalyse und Dünnschichtkatalysatoren. Die digitale Katalyse nutzt künstliche Intelligenz (KI), Simulationen und selbststeuernde Labore (Self-Driving Labs, kurz: SDLs), um Hochleistungsmaterialien schneller zu entwickeln. Dünnschichtkatalysatoren reduzieren den Materialverbrauch und verbessern die Effizienz. In Kombination mit 3D-Strukturen verbessern diese Katalysatoren die Oberfläche und die Reaktionskontrolle. Ziel dieser Forschung ist, nachhaltige synthetische Kraftstoffe und Basischemikalien als Drop-in-Ersatzstoffe für die Industrie bereitzustellen. „Dieses Projekt ermöglicht es uns, neue Katalysatormaterialien frühzeitig zu validieren. Das ist entscheidend, um vielversprechende Forschungsergebnisse in technologische Anwendungen umzusetzen“, sagt Wolfram Stichert, Senior Vice President bei BASF.

Das Bundesministerium für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR) fördert das Projekt Ascend (Accelerated Solutions for Catalysis using Emerging Nanotechnology and Digital Innovation) mit 30 Millionen Euro. Die Forschungsinitiative soll dazu beitragen, energieintensive Industrien nachhaltiger zu gestalten. Dabei soll die industrielle Wettbewerbsfähigkeit, vor allem im Chemiesektor, erhalten bleiben. Das Projekt hat eine Laufzeit von fünf Jahren und startet am 1. April 2026.

Die wissenschaftlichen Projektkoordinatoren betonen die strategische Bedeutung der Förderung: „Der KI-gesteuerte Ansatz von Ascend ermöglicht es uns, riesige Materialräume zu erforschen, die zuvor unzugänglich waren“, sagt Projektleiter Karsten Reuter vom FHI. Seine Co-Projektleiterin Michelle Browne vom HZB fügt hinzu: „Er verändert grundlegend, wie schnell die Wissenschaft Lösungen liefern kann, die die chemische Industrie dringend benötigt.“

(ID:50804006)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung