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Explosionsschutz

Neue Normen für den Explosionsschutz

06.08.2009 | Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Dieter Maisch / Anke Geipel-Kern

Zur Angleichung der Rechtsvorschriften der Mitgliedstaaten der EU haben das Europäische Parlament und der Rat der EU für viele Fachgebiete Richtlinien erlassen. Details sind in der Regel in Normen festgelegt. Der Bericht gibt einen Überblick über die neuen Normengenerationen beim Explosionsschutz und wirft einen Blick in die Zukunft.

Für Produkte aus der Fluidbranche können z.B. die Maschinen-, die Niederspannungs-, die EMV-, die Druckgeräte- und die Explosionsschutz-Richtlinie (Atex-Richtlinie) relevant sein. Die Atex-Richtlinie sieht vor, dass derjenige, der ein Produkt in den Markt einführt – meist der Hersteller, es kann aber auch ein in der EU ansässiger Bevollmächtigter sein – eine EG-Konformitätserklärung nach Richtlinie 94/9/EG (Atex 95) erstellt. Als äußeres Zeichen hierzu bringt er auf Geräten das CE-Zeichen an, zusammen mit der Kennnummer der benannten Stelle, welche die Qualitätsprüfung durchgeführt hat, quasi wie einen Stempel zur Bestätigung.

Um eine solche Konformitätserklärung erstellen zu können, muss natürlich zuvor eine Risikobewertung und Prüfung samt Dokumentation des Produkts anhand der zutreffenden, vorzugsweise harmonisierten Normen erfolgen. Harmonisierte Normen genießen den Status des anerkannten aktuellen Standes der Technik; ihre Anwendung führt daher direkt zur „Vermutung der Konformität“ mit der Atex-Richtlinie.

Internationale Normen

Wie andere Normen auch, so werden die Explosionsschutznormen laufend verfeinert, erweitert und dem technischen Fortschritt angepasst. Insbesondere die IEC-Normenorganisation hat hier in den vergangenen Jahren international anerkannte Standards weiterentwickelt. Daraus entstand das IECEx-Scheme mit dem Ziel, weltweit gleiche Anforderungen an die Beschaffenheit von Geräten, Komponenten und Schutzsystemen zu schaffen und so auch weltweit Ex-Zulassungen zu organisieren. In dieser Organisation sind mittlerweile mehr als 30 Prüfstellen aus allen wichtigen Industrieländern akkreditiert. Sie beteiligen sich am Normengebungsverfahren und können IECEx-Zertifikate herausgeben. Auch Norgren hat einige Ventilmagnete bereits nach dem IECEx-Scheme zertifizieren lassen. Diese Zulassungen werden allerdings bisher erst in Australien und Neuseeland anerkannt.

Im Hinblick auf das Ziel, weltweit einheitliche Normen zu schaffen, wurde vereinbart, dass die europäische Normenorganisation für Elektrotechnik Cenelec die IEC-Normen gerade für den Explosionsschutzbereich übernimmt, und zwar sowohl für den Bereich der brennbaren Gase als auch der brennbaren Stäube. Aber auch die Normen für den Explosionsschutzbereich nicht-elektrischer Geräte werden in Angriff genommen.

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