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Digitalisierung und Umstrukturierung Neue IT-Struktur: Bayer vertraut externen Dienstleistern

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Bayer will seine IT neu strukturieren, dafür wechseln 950 Mitarbeiter des Unternehmens die Seite. Sie sollen für externe IT-Dienstleister arbeiten und Services wie die Bereitstellung von digitalen Arbeitsplätzen für Mitarbeiter oder den Betrieb der weltweiten IT-Infrastruktur übernehmen. Intern konzentriere sich die IT-Funktion künftig stärker auf digitale Lösungen, mit denen sich das Unternehmen im Wettbewerb unterscheiden kann.

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Bayer will zukünftig verstärkt mit externen IT-Dienstleistern zusammenarbeiten.
Bayer will zukünftig verstärkt mit externen IT-Dienstleistern zusammenarbeiten.
(Bild: Bayer)

Leverkusen – Um die digitale Transformation des Unternehmens weiter zu beschleunigen, stellt Bayer die IT neu auf. Die Neuausrichtung ist Teil der bereits im November 2018 angekündigten Effizienz- und Strukturmaßnahmen von Bayer.

„Wir wollen nicht nur Einsparungen erzielen, sondern die IT neu aufstellen, um digitale Lösungen in den Bereichen Gesundheit und Landwirtschaft schneller anbieten zu können“, betont Finanzvorstand Wolfgang Nickl. „Die Unterstützung durch die externen Partner ist für Bayer essenziell. Deshalb haben wir Anbieter gewählt, die in ihren Bereichen führend sind und mit denen wir bereits zusammenarbeiten“, ergänzt Daniel Hartert, Chief Information Officer bei Bayer. Die Partner übernehmen insgesamt circa 950 IT-Mitarbeiter auf Vollzeitbasis von Bayer in Deutschland. Folgende Unternehmen wurden als strategische IT-Partner ausgewählt:

• Atos für die Bereiche weltweite Workplace Services und Security Operations

• Capgemini für die Bereiche Business Intelligence Analytics and Controlling (BIAC), Enterprise Resource Planning (ohne HR), die globale IT-Infrastruktur, Service Integration sowie Unified Communications & Collaboration

• Cognizant für IT-Lösungen für die Bereiche Forschung und Entwicklung, Product Supply sowie Marketing und Vertrieb für die Division Crop Science

• Tata Consultancy Services für die Bereiche Forschung und Entwicklung, Product Supply sowie Marketing und Vertrieb für die Divisionen Consumer Health, Pharmaceuticals und die Corporate Functions sowie für HR-IT

Die Verträge laufen über sechs Jahre, mit der Option, um ein Jahr verlängert zu werden. Die betreffenden Mitarbeiter in Deutschland werden im Laufe des kommenden Jahres zu den Partnern wechseln. Für sie gilt unter anderem auch der vereinbarte Schutz vor betriebsbedingten Kündigungen bis 2025 wie für Bayer-Beschäftigte in Deutschland.

„Wir haben unsere Zustimmung im Aufsichtsrat davon abhängig gemacht, dass das Unternehmen eine weitreichende Absicherung der übergehenden Kolleginnen und Kollegen zusichert. Dazu gehören die vergleichbare Übertragung der betrieblichen ebenso wie der tariflichen Zusagen einschließlich der Altersversorgung und der Vereinbarung zur Zukunftssicherung 2025“, sagt Heike Hausfeld, Mitglied des Aufsichtsrates und Betriebsratsvorsitzende für den Standort Leverkusen.

„Es ist kein einfacher Schritt, sich von so vielen Mitarbeitern zu trennen. Aus der Veränderung ergeben sich jedoch auch Chancen: Wir sind überzeugt, dass die IT-Kollegen aus diesen Bereichen bei den spezialisierten Partnern gute Entwicklungsperspektiven haben. Bei Bayer werden diese Aufgaben nicht fortgeführt“, so Hartert.

Intern wird sich die IT in agilen Teams organisieren, die eng mit dem Geschäft verknüpft sind, um die gesamte Wertschöpfungskette zu digitalisieren: von Forschung und Entwicklung über die Produktion bis hin zu Marketing und Vertrieb.

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