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Chemisches Recycling von Plastikmüll

Naphtha aus dem gelben Sack? – So kann Chemisches Recycling aus Plastikmüll Rohbenzin machen

| Redakteur: Dominik Stephan

(Bild: Bild: ©Roman Milert - stock.adobe.com)

So werden Kunststoffabfälle wieder zum Rohstoff – Aus Plastikmüll mach' Rohbenzin: Das klingt zu schön, um wahr zu sein. Doch genau daran arbeiten Entwickler in der ganzen Welt. Kann die Chemie das Müllproblem lösen?

Die Bilanz des Plastikzeitalters: 8,3 Milliarden Tonnen Kunststoff. Rund 79 % davon liegen auf Deponien oder schlimmer, irgendwo in der Umwelt herum. Die Folgen: Vermüllung, Mikroplastik und Reyclingdebatten. Alleine in Deutschland gehen jedes Jahr 1,4 Millionen Tonnen Kunststoffverpackungen über die Ladentheke. Davon enden zwar nur etwa 1 % auf der Deponie, aber bei einer Recyclingquote von 42 % wird der allergrößte Teil des Abfalls verbrannt. Doch auch wiederverwerteter Kunststoff hat kein ewiges Leben: Mit jedem Recyclingprozess werden die Kohlenstoffketten kürzer und kürzer. So wird das Material mit jedem Zyklus weniger hochwertig, bis es nach rund fünf Reinkarnationen den Weg in den Ofen antritt.

Jetzt ruft ausgerechnet einer der größten Chemiekonzerne die Plastikrevolution aus: Unter dem Namen Chemcycling will die BASF Kunststoffabfälle als Ressource nutzen. Erste Ergebnisse gab es im Dezember 2018, als die Ludwigshafener verkündeten, erste Pilotprodukte auf Basis chemisch recycelter Kunststoffabfälle hergestellt zu haben.

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