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Stand 2015 ist immer noch: Die komplexe Geräteintegration war und ist der größte Hinderungsgrund für den Einsatz digitaler Kommunikation bei Feldgeräten. Ein Beispiel ist die mangelhafte Integration der elementaren Diagnoseinformationen in den Hostsystemen/Leitsystemen. Auch die Inkompatibilitäten und herstellerspezifischen Besonderheiten der Host-Systeme und Feldgeräten empfindet Weigel als nicht smart. Allerdings gibt es Hoffnung, so besteht mit FDI die Chance, das Thema Geräteintegration zu vereinfachen. Denn, wie Weigel zu bedenken gibt: „Smart ist auch, wenn das Komplexe für den Normalanwender einfach wird.“
Plant Asset Management – Smarte Konzepte schaffen neue Werte
Das Thema Asset Management beschäftigt die Namur seit 1995, schon damals wurde die prädiktive Instandhaltung gefordert. Mittlerweile haben viele Hersteller ihre Hausaufgaben gemacht und bieten z.B. Condition Monitoring-Systeme an. Die Wirklichkeit zeigt sich aber durchaus nüchterner.
Beim Plant Asset Management stehen die folgenden Ziele im Vordergrund:
- Bestmögliche Zuverlässigkeit und Effizienz der Assets
- Wertsteigerung durch erweiterte Nutzung und Verringern der Erhaltungskosten
- Reduzierung des Ersatzbedarfes durch optimalen Einsatz und
- bestmögliches Erhalten der bestehenden Assets
„Zentrale Aufgabe einer modernen Prozessautomatisierung in diesem Kontext ist, möglichst zeitaktuelle Informationen über den „Gesundheits“-Zustand sowie die verfahrenstechnischen Randbedingungen der Assets zur Verfügung zu stellen“ beschreibt Tobias Schlichtmann, BASF, ein intelligentes Asset Management. Damit lässt sich eine zustandsorientierte, d.h. prädiktive Instandhaltungsstrategie umsetzen und nicht bestimmungsgemäße verschleißfördernde Betriebszustände erkennen und ggf. vermeiden.
Dabei geht es nicht nur um Feldgeräte, sondern auch um rotierende Komponenten und um Apparate. „Die Umsetzung ist jedoch nicht so weit wie wir es gehofft haben“, so das Fazit von Schlichtmann. Beispielsweise sprechen inzwischen fast alle Feldgeräte die NE 107, die Leitsysteme verstehen diese aber noch nicht. Auch bei der Instandhaltung im eigenen Haus ist für Schlichtmann durchaus kritisches Nachfragen erlaubt. 70 % aller Instandhaltungsaufwände sind bei der BASF noch korrektiv. Um „Best in Class“ zu werden, sollte der Anteil aber bei circa 20 % liegen.
Woran liegt es? In der Branche gibt noch zu selten den dezidierten Kümmerer zur Wahrnehmung der Asset Management-Aufgaben, so die Einschätzung von Schlichtmann. Condition Monitoring-Systeme werden bei der Erstellung einer Instandhaltungsstrategie noch zu wenig berücksichtigt. Auch ein externer Instandhalter als Dienstleister hat natürlich erst einmal kein Interesse an einer solchen Strategie. „Und man darf nicht vergessen, nur etwa 15 % der Ausfallverluste fallen auf Feldgeräte, viel entscheidender sind Apparate und Maschinen, also müssen wir diese auch ins Boot holen“, erklärt Schlichtmann.
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