Bildungsinitiative Nachhaltigkeitsprojekt von Provadis erhält Auszeichnung

Redakteur: Dipl.-Ing. (FH) Tobias Hüser

Wie ist unternehmerisches Denken und Handeln unter dem Leitbild ökologischen Wirtschaftens möglich? Das erfahren Auszubildende und ihre Ausbilder im Rahmen des Provadis-Projekts Anlin. Es sensibilisiert, motiviert und qualifiziert sie für Nachhaltigkeit und trägt so dazu bei, das Thema besser in der deutschen Bildungslandschaft zu verankern. Nun erhielt das Projekt eine Auszeichnung durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) und die Deutsche Unesco-Kommission.

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Prof. Verena Metze-Mangold (rechts), Präsidentin der Deutschen Unesco-Kommission, zeichnete das Projekt Anlinaus. V.l.n.r.: Kornelia Haugg (Leiterin der Abteilung Berufliche Bildung, Lebenslanges Lernen, Bundesministerium für Bildung und Forschung), Christin Vater (BBW Wittenberg), Prof. Gerhard de Haan (Wissenschaftlicher Berater der Nationalen Plattform BNE), Annette Eschner (QFC), Marny Schröder und Theresa Grauer (Provadis).
Prof. Verena Metze-Mangold (rechts), Präsidentin der Deutschen Unesco-Kommission, zeichnete das Projekt Anlinaus. V.l.n.r.: Kornelia Haugg (Leiterin der Abteilung Berufliche Bildung, Lebenslanges Lernen, Bundesministerium für Bildung und Forschung), Christin Vater (BBW Wittenberg), Prof. Gerhard de Haan (Wissenschaftlicher Berater der Nationalen Plattform BNE), Annette Eschner (QFC), Marny Schröder und Theresa Grauer (Provadis).
(Bild: 2017 Deutsche Unesco-Kommission)

Frankfurt am Main – Bis zum Ende der Projektlaufzeit im März 2019 bildet Anlin (Ausbildung fördert nachhaltige Lernorte in der Industrie) rund 60 Auszubildende zu Junior-Experten für Nachhaltigkeit im Betrieb aus. Es ist ein Gemeinschaftsprojekt von Provadis, dem Bildungszentrum für Beruf und Wirtschaft Wittenberg (BBW Wittenberg), dem Qualifizierungsförderwerk Chemie (QFC) und dem Institut für nachhaltige Berufsbildung und Management. „Anlin ist ein innovatives Konzept zur nachhaltigen Gestaltung von Lernorten im dualen System der Berufsbildung mit dem Ziel, Bildung für nachhaltige Entwicklung langfristig in den Lehr- und Ausbildungsplänen und der Aus- und Weiterbildung des Lehr- und Ausbildungspersonals zu verankern. Aus den Beobachtungen soll zudem ein Leitfaden zur Entwicklung von Lernorten der beruflichen Bildung sowie eine Empfehlung zur systematischen Berücksichtigung von Nachhaltigkeit in den Lernorten der beruflichen Bildung entstehen“, so die Begründung der Jury.

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Das Projekt wird durch das Bundesinstitut für Berufsbildung (Bibb) aus Mitteln des Bundesministeriums für Bildung und Forschung gefördert. Außerdem ist Anlin Teil der Nachhaltigkeitsinitiative Chemie3 der Deutschen Chemie. In Frankfurt sind auch Clariant und Sanofi Partner des Projektes. Die erste Anlin-Auszubildenden-Gruppe von Clariant hat bereits die Hälfte des Projektes erfolgreich durchlaufen, der erste Jahrgang von Sanofi ist vor kurzem gestartet. „Nachhaltigkeit kann man lernen. Am besten gelingt dies an Orten, an denen wir nachhaltige Entwicklung praktisch leben und erfahren können. Genau das sind die heute ausgezeichneten Lernorte, Kommunen und Netzwerke. Ich wünsche mir, dass diese strukturbildenden Initiativen viele Nachahmer finden“, betonte Prof. Verena Metze-Mangold, Präsidentin der Deutschen Unesco-Kommission.

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