Halbjahresergebnis

Linde zeigt sich im ersten Halbjahr 2014 stabil

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Im Segment Amerika erzielte Linde im ersten Halbjahr 2014 einen Umsatz von 2,095 Milliarden Euro und konnte damit – bedingt durch ungünstige Wechselkursverhältnisse – nicht ganz den Wert des Vorjahres (2,137 Milliarden Euro) erreichen. Auf vergleichbarer Basis ergab sich ein Umsatzplus von 3,8 %. Das operative Ergebnis verringerte sich im Vergleich zum Vorjahr um 8,1 % auf 498 Millionen Euro (Vj. 542 Millionen Euro). Die operative Marge sank somit auf 23,8 % (Vj. 25,4 %).

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Bei dieser Entwicklung sind verschiedene Einflussfaktoren zu berücksichtigen: So führten die im zweiten Halbjahr 2013 eingeleiteten staatlichen Ausschreibungen im Healthcare-Geschäft in Nordamerika zu Preisreduzierungen, welche den Umsatz und das Ergebnis in diesem Segment erwartungsgemäß beeinträchtigt haben. Linde hatte bereits im Vorfeld damit begonnen, seine Kostenstrukturen entsprechend anzupassen und verzeichnete daraus im Verlauf des ersten Halbjahres verstärkt positive Effekte.

Inflation belastet operative Margen

Darüber hinaus belasteten höhere Erdgaspreise sowie die in einigen Ländern Südamerikas herrschende Inflation die operative Marge im Segment Amerika. Zusätzlich gilt es zu beachten, dass die Regierung von Venezuela im Berichtszeitraum ein neues Wechselkurssystem mit deutlich veränderten Währungskursen eingeführt hat. Durch die Anwendung des neuen Systems zum 1. April 2014 ergaben sich für Linde Währungskurseffekte, die unter anderem den Umsatz und das operative Ergebnis im Segment Amerika beeinflusst haben.

Innerhalb der Gases Division ist der Umsatz im Produktbereich On-site – bei der Vor-Ort-Versorgung von Großkunden – im ersten Halbjahr 2014 auf vergleichbarer Basis um 4,5 % auf 1,823 Milliarden Euro (Vj. 1,744 Milliarden Euro) gewachsen. Im Produktbereich Flüssiggase ist der Umsatz auf vergleichbarer Basis um 4,3 % auf 1,609 Milliarden Euro (Vj. 1,542 Milliarden Euro) gestiegen. Bei Flaschengasen lag der Umsatz mit 1,913 Milliarden Euro auf vergleichbarer Basis um 0,6 % über dem Vorjahresniveau (1,901 Milliarden Euro). Linde konnte im Geschäft mit Flüssig- und Flaschengasen vor allem gegen Ende des Berichtszeitraums positive Tendenzen verzeichnen.

Produktbereich Health Care mit Umsatzsteigerung

Im Produktbereich Healthcare erreichte der Umsatz per Ende Juni 1,480 Milliarden Euro. Im Vergleich zum Vorjahreszeitraum (1,458 Milliarden Euro) entspricht dies einem Plus von 1,5 %. Hier hat die Neuausschreibung von Versorgungsverträgen die Entwicklung gebremst. Die damit verbundene Neuordnung von Versorgungsgebieten betraf in Europa die Homecare-Aktivitäten, die Linde im April 2012 von Air Products übernommen hatte. In Nordamerika führten die im zweiten Halbjahr 2013 eingeleiteten staatlichen Ausschreibungen zu Preisreduzierungen im Healthcare-Markt. Bereinigt um diese Einflussfaktoren wäre das Healthcare-Geschäft von Linde im ersten Halbjahr 2014 um 6,0 % gewachsen.

Die jüngsten Konjunkturprognosen deuten darauf hin, dass der weltweite Gasemarkt im laufenden Jahr 2014 etwas stärker wachsen wird als im Vorjahr. Die grundsätzliche Zielsetzung von Linde im Gasegeschäft gilt nach wie vor: Das Unternehmen will sich besser entwickeln als der Markt und die Produktivität weiter erhöhen.

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