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Beim operativen Ergebnis der Gases Division hatte Linde im ersten Halbjahr 2014 einen Rückgang um 2,7 % auf 1,863 Milliarden Euro (Vj. 1,915 Milliarden Euro) zu verzeichnen. Maßgeblich für diese Entwicklung waren ebenfalls die veränderten Währungskursverhältnisse. Bereinigt um diese Einflüsse hätte sich das operative Ergebnis um 2,5 % verbessert. Die operative Marge im Gasegeschäft erreichte im Berichtszeitraum 27,3 % (Vj. 27,3 %) und blieb damit auf einem hohen Niveau stabil.
Unterschiedliche Entwicklung innerhalb einzelner Segemente der Gases Division
Im Segment EMEA (Europa, Mittlerer Osten, Afrika) lag der Umsatz per Ende Juni 2014 mit 2,978 Milliarden Euro etwas unter der Marke des Vorjahres (3,046 Milliarden Euro). Auf vergleichbarer Basis entspricht dies einem leichten Umsatzplus von 0,5 %. Das operative Ergebnis verbesserte sich auf 889 Millionen Euro (Vj. 876 Millionen Euro). Die operative Marge im Segment EMEA ist auf 29,9 % (Vj. 28,8 %) gestiegen. Dazu trugen auch Erlöse aus dem Verkauf von langfristigen Vermögenswerten bei.
In nahezu der gesamten Region EMEA entwickelte sich das On-site-Geschäft positiv. So erzielte Linde in diesem Bereich vor allem in Großbritannien und im Mittleren Osten überdurchschnittliche Wachstumsraten. In Kontinentaleuropa wurde der Geschäftsverlauf im ersten Halbjahr hingegen durch den reparaturbedingten Stillstand einer Wasserstoff-Anlage in Italien vorübergehend beeinträchtigt. Vor dem Hintergrund des nach wie vor verhaltenen Wirtschaftswachstums in der Eurozone lagen die Umsätze im Geschäft mit Flaschen- und Flüssiggasen in dieser Region geringfügig über dem Niveau des Vorjahres.
Kompensationszahlung im dritten Quartal 2014
Im Produktbereich Healthcare wurde eine Reihe von Versorgungsverträgen neu ausgeschrieben, welche die Homecare-Aktivitäten betrafen, die Linde im April 2012 von Air Products übernommen hatte. Im Zuge der damit verbundenen Neuordnung von Versorgungsgebieten blieb der Umsatz im Healthcare-Geschäft im Segment EMEA erwartungsgemäß etwas hinter dem Vorjahr zurück. Wie im Kaufvertrag mit Air Products vereinbart worden war, erhält Linde im dritten Quartal 2014 dafür eine entsprechende Kompensationszahlung.
Im Segment Asien/Pazifik wurde die Geschäftsentwicklung vor allem von ungünstigen Währungskurseffekten gebremst. In der Region Südpazifik haben zudem das unverändert schwache wirtschaftliche Umfeld in der verarbeitenden Industrie und rückläufige Investitionen in der Bergbauindustrie das Wachstum beeinträchtigt. Unter diesen Rahmenbedingungen erreichte der Umsatz per Ende Juni 2014 im Segment Asien/Pazifik 1,816 Milliarden Euro und lag damit um 4,3 % unter dem Vorjahreswert (1,897 Milliarden Euro). Auf vergleichbarer Basis ist der Umsatz hingegen um 5,4 % gestiegen. Das operative Ergebnis sank um 4,2 % auf 476 Millionen Euro (Vj. 497 Millionen Euro). Die operative Marge blieb mit 26,2 % (Vj. 26,2 %) stabil.
Innerhalb des Segments hat sich das Geschäft in der Region Greater China am besten entwickelt. Gestützt durch Volumensteigerungen in allen Produktbereichen verzeichnete Linde hier ein zweistelliges Umsatzplus.
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