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Powtech 2019

Leitmesse der mechanischen Verfahrenstechnik setzt Pharma-Trend: Entwicklungszeiten verkürzen

| Redakteur: Manja Wühr

Die Powtech wirft ihre Schattem voraus
Die Powtech wirft ihre Schattem voraus (Bild: PROCESS/Wühr)

Kaum hat das neue Jahr begonnen, klopft auch schon das erste große Messeevent an die Tür: die Powtech. Vom 9. bis 11. April 2019 erleben in Nürnberg Fachbesucher das gesamte Portfolio an Innovationen der mechanischen Verfahrenstechnik. Vor allem im Bereich Pharma zeichnet sich der Trend zu kürzeren Entwicklungszeiten ab.

In weniger als drei Monaten startet die Powtech. Zur traditionellen Powtech Preview stehen die Messemacher der Presse Rede und Antwort. So erwartet die Messe Nürnberg zur Powtech über 800 Aussteller aus 32 Ländern. Auch wenn die internationalen Aussteller mehr Standfläche einnehmen werden, rechnet Beate Fischer, Leiterin Powtech, insgesamt nicht mit einem Wachstum der Standfläche. Bis Stand Januar 2019 belegen 744 Aussteller eine Standfläche von 25 071 m2. Auch wenn Fischer das Marktumfeld als schwierig einschätzt, erwartet sie ungefähr 16 000 Fachbesucher in Nürnberg.

Beate Fischer, Leiterin Powtech: „Die Aussteller haben sich einen verbesserten Rundgang der Fachbesucher gewünscht. Das haben wir aufgenommen.“
Beate Fischer, Leiterin Powtech: „Die Aussteller haben sich einen verbesserten Rundgang der Fachbesucher gewünscht. Das haben wir aufgenommen.“ (Bild: PROCESS/Wühr)

Um den Wünschen der Aussteller gerecht zu werden, hat der Messeveranstalter die Hallenaufteilung zu überarbeitet. So ist der Hallenrundgang um die Halle 5 erweitert worden. Auch bauliche Veränderungen wurden eingebunden. Als Konstante bleibt der Pharmaschwerpunkt in der Halle 3. Belegt sind damit die Hallen 1, 2, 3, 4, 4A und 5.

Pharma-Trend: Schneller vom Labor zum Prozess

Auch inhaltlich setzt die Powtech Zeichen: Eine der großen Herausforderungen in den Branchen Pharma, Kosmetik und Health-Food ist seit jeher, die Entwicklungszeiten zu verkürzen. Einen Lösungsansatz für Hersteller fester oraler Darreichungsformen hat beispielsweise Bosch entwickelt und wird diesen auf der Powtech 2019 erstmals offen in Deutschland zeigen, so der Messeveranstalter. Der Weg vom Labor zur Konti-Produktion wird mit der Laboranlage Xelum R&D deutlich verkürzt. Nach Ausstellerangaben ist dies die erste Laboranlage, mit der verschiedene Hilfs- und Wirkstoffe dosiert, gemischt, granuliert und getrocknet werden können. Zudem ist es auch die erste Anlage, mit der Pharmazeuten sowohl Formulierungen für die kontinuierliche Herstellung als auch für Batch-Produktion entwickeln können.

Fritz-Martin Scholz, Produktmanager für die Xelum bei Bosch Packaging Technology, erläutert die Details: „In der kontinuierlichen Herstellung liegt die größte Herausforderung in der präzisen Dosierung der Ausgangsmaterialien. Unser neuer Ansatz: Im Gegensatz zum sonst üblichen Massenstrom erfolgt die Dosierung von Hilfs- und Wirkstoffen in der Xelum als diskrete Masse. Dafür dosiert, mischt und granuliert die Anlage absatzweise einzelne Pakete, sogenannte X-Keys, die die Prozesskette kontinuierlich durchlaufen und fortlaufend aus der Anlage entnommen und in Gebinde entleert werden. Dadurch lässt sich nicht nur die Komplexität der Prozessführung reduzieren, sondern auch die Genauigkeit und Qualität des Endprodukts erhöhen. Außerdem ist die Rückverfolgbarkeit der Ausgangsstoffe permanent gewährleistet.“

Kürzere Entwicklungs- und Markteinführungszeiten als Ziel

Zur Granulation setzt Bosch in der Xelum R&D auf die von der Bosch-Tochter Hüttlin entwickelten Wirbelschichtprozessoren. Der Transfer von nassem Granulat entfällt, da Granulierung und Trocknung im gleichen Prozessraum stattfinden. Damit lassen sich Produktionsmengen von unter 250 Gramm bis hin zu zehn Kilogramm pro Stunde im automatischen Zyklus verarbeiten. Somit eignet sich die Anlage neben Forschungs- und Entwicklungszwecken auch für die Pilotproduktion oder die Produktion von Orphan Drugs. Sie ist optional als vollständig geschlossene Einheit erhältlich und auch für die Entwicklung potenter Wirkstoffe einsetzbar. Scholz betont: „Die neue Laboranlage arbeitet mit identischen Komponenten und Prozessparametern wie unsere Xelum Produktionsanlage, was eine Übertragung im Maßstab 1:1 ermöglicht. So ist kein Scale-up erforderlich und Pharmazeuten erzielen kürzere Entwicklungs- und Markteinführungszeiten.“

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