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Bilanz deutlich gestärkt Lanxess blickt auf erfolgreiches Geschäftsjahr 2015 zurück

| Redakteur: Dr. Jörg Kempf

Obwohl das Marktumfeld herausfordernd war: Lanxess hat im Geschäftsjahr 2015 ein gutes Fundament für Wachstum gesetzt. Unter anderem stieg das Konzernergebnis signifikant auf 165 Millionen Euro. Lesen Sie die Details und den Ausblick auf 2016.

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Der Lanxess-Vorstand auf der Bilanzpressekonferenz (v.l.n.r.): Rainer van Roessel, Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor, Michael Pontzen, Finanzvorstand, Matthias Zachert, Vorsitzender der Vorstands, und Hubert Fink, Vorstandsmitglied
Der Lanxess-Vorstand auf der Bilanzpressekonferenz (v.l.n.r.): Rainer van Roessel, Vorstandsmitglied und Arbeitsdirektor, Michael Pontzen, Finanzvorstand, Matthias Zachert, Vorsitzender der Vorstands, und Hubert Fink, Vorstandsmitglied
(Bild: Lanxess)

Köln – Das EBITDA des Spezialchemie-Konzerns stieg vor Sondereinflüssen um 9,5 Prozent auf 885 Millionen Euro. Gründe waren vor allem Einsparungen aus der Neuausrichtung des Konzerns, der starke US-Dollar und eine positive Mengenentwicklung. Das operative Ergebnis liegt damit in der zuletzt prognostizierten Bandbreite von 860 bis 900 Millionen Euro. Alle Segmente trugen zur Ergebnisverbesserung bei. Im Vorjahr lag das operative Ergebnis bei 808 Millionen Euro.

Die EBITDA-Marge vor Sondereinflüssen erhöhte sich im Konzern von 10,1 Prozent auf 11,2 Prozent. Das Konzernergebnis verbesserte sich ebenfalls deutlich auf 165 Millionen Euro von 47 Millionen Euro. Der Umsatz blieb im Vergleich zum Vorjahr annähernd stabil und lag bei 7,9 Milliarden Euro (2014: 8,0 Milliarden Euro). Dabei wurden rohstoffpreisbedingt niedrigere Verkaufspreise größtenteils durch den vorteilhaften Währungseffekt ausgeglichen.

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„Das Geschäftsjahr 2015 war in jeder Hinsicht erfolgreich für Lanxess. Wir haben unsere Neuausrichtung schneller als geplant umgesetzt und gleichzeitig unsere Finanz- und Ertragslage deutlich verbessert. Damit haben wir ein stabiles Fundament für unseren Wachstumskurs gelegt“, sagte Matthias Zachert, Vorsitzender des Vorstands der Lanxess.

Aufgrund eines verbesserten operativen Ergebnisses in Verbindung mit niedrigeren Investitionsausgaben und dem weiteren Abbau des Umlaufvermögens sanken die Nettofinanzverbindlichkeiten am Ende des abgelaufenen Geschäftsjahres deutlich um 125 Millionen Euro auf rund 1,2 Milliarden Euro. Innerhalb von zwei Jahren wurden die Nettofinanzverbindlichkeiten damit um rund 30 Prozent verringert. Die Auszahlungen für Investitionen lagen im Jahr 2015 mit 434 Millionen Euro um rund ein Drittel unter dem Vorjahreswert von 614 Millionen Euro. Für 2016 plant der Konzern Investitionen von rund 450 Millionen Euro. „Wir werden auch auf unserem Wachstumskurs an unserer Strategie der soliden Finanzierung festhalten und haben unser Investment Grade Rating dabei stets im Blick“, erläuterte Finanzvorstand Michael Pontzen.

Höhere Dividende für 2015 angestrebt

Der gute Geschäftsverlauf soll sich auch in einer höheren Dividende widerspiegeln. Vorstand und Aufsichtsrat werden der Hauptversammlung am 20. Mai 2016 eine im Vergleich zum Vorjahr um 20 Prozent erhöhte Dividende von 60 Eurocent je Aktie vorschlagen. Das entspricht einem Ausschüttungsvolumen von rund 55 Millionen Euro.

Der neu aufgestellte Konzern geht mit einem ausgewogenen Portfolio aus Spezialchemikalien, chemischen Zwischenprodukten und Hochleistungskunststoffen auf Wachstumskurs. Dieses „neue“ Lanxess will sich grundsätzlich auf mittelgroße Märkte und die Wachstumsregionen Nordamerika, China und Südostasien konzentrieren. In den kommenden Jahren will Lanxess rund 400 Millionen Euro aus dem erwarteten Erlös der Kautschuk-Transaktion in Höhe von 1,2 Milliarden Euro in organisches Wachstum investieren.

„Voraussetzung ist, dass wir wertschaffende Investitionsmöglichkeiten identifizieren. Dabei liegen in den einzelnen Segmenten die Investitionsbudgets in Größenordnungen zwischen 50 und 150 Millionen Euro“, erläuterte Zachert. Weiter ist geplant, circa 200 Millionen Euro für Aktienrückkäufe zu verwenden, sowie rund 400 Millionen Euro für die Reduzierung von Finanzverbindlichkeiten einzusetzen.

Der Blick richtet sich aber auch auf externe Wachstumsmöglichkeiten. „Wir wollen zum einen Konsolidierungsoptionen in Geschäftsfeldern wahrnehmen, in denen Lanxess bereits aktiv ist. Zum anderen prüfen wir auch Möglichkeiten, unser Portfolio auf angrenzende Geschäftsfelder mit passender Aufstellung auszudehnen. Hierbei betrachten wir sowohl integrierte chemische Wertschöpfungsketten als auch passende anwendungsorientierte Geschäfte“, erläuterte Zachert.

Wie sich die Geschäfte in den einzelnen Segmenten von Lanxess entwickelt haben sowie wie der Ausblick für 2016 ausfällt, lesen Sie auf der nächsten Seite.

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