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Neue Automatisierung für Aromatenverbund Lanxess beendet dreijähriges Investitionsprogramm

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Lanxess beendet ein dreijähriges Investitionsprogramm für den Ausbau des Aromatenverbundes mit einem Gesamtvolumen von mehr als 20 Millionen Euro. Ziel der umfassenden Modernisierung waren vorrangig die Anlagen zur Herstellung von Nitrotoluolen, Chlorbenzolen und deren Folgeprodukten.

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Nach drei Jahren sind die 20-Millionen-Euro-Investitionen in den Aromatenverbund von Lanxess abgeschlossen.
Nach drei Jahren sind die 20-Millionen-Euro-Investitionen in den Aromatenverbund von Lanxess abgeschlossen.
(Bild: Lanxess)

Köln – „Seit dem Jahr 2013 haben wir mehrere Produktionsanlagen im Aromatenverbund des Geschäftsbereichs Advanced Industrial Intermediates (AII) an den deutschen Standorten auf den produktionstechnisch neuesten Stand gebracht. Dabei wurden – vor allem dank der Einführung von ‚state-of-the-art’-Automatisierungstechnik – auch erhebliche Kapazitätsreserven zum Beispiel bei den Derivaten der Nitrotoluole erschlossen.“, sagt Joachim Waldi, Leiter der Group Function Produktion, Technologie, Sicherheit & Umwelt. Zugleich wurde die Sicherheitstechnik aktualisiert und nochmals deutlich verbessert.

„Die neuen Automatisierungssysteme sowie Wissen und Erfahrung der mit der Implementierung befassten Spezialisten haben die Anlagen nicht nur auf den aktuellen Stand, sondern auch auf ein neues Effizienzniveau gebracht“, betont Dr. Torsten Hauschild, Leiter des Aromatenverbundes bei AII.

Dass aus solchen Effizienzsteigerungen Chancen für die europäische Chemieindustrie erwachsen, unterstreicht auch der „Branchenbericht Chemie“ der Commerzbank, der Anfang Februar 2016 gemeinsam mit dem Verband der Chemischen Industrie (VCI) vorgestellt wurde.

Komplexität beherrschen

Der Aromatenverbund des Spezialchemiekonzerns ist eine über Jahrzehnte gewachsene, komplex vernetzte Struktur von sieben großen Produktionsbetrieben, in denen aus petrochemischen Rohstoffen insgesamt mehr als 60 Synthesebausteine entstehen.

Seinen Namen verdankt der Verbund der Tatsache, dass es sich dabei um aromatische, vorwiegend von Benzol und Toluol abgeleitete Verbindungen handelt. Chlorbenzole, Nitrotoluole und deren Folgeprodukte gehören zu den wichtigsten Produkten. Sie werden von zahlreichen Industrien genutzt, um ein breites Spektrum von Endprodukten zu erzeugen: von Arznei- und Pflanzenschutzwirkstoffen über Additive für Kunststoffe und Kautschuk, Farben und Lacke hin zu Flammschutzmitteln, Bioziden, Riech- und Aromastoffen.

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