Suchen

Beratungsgespräche Landesregierung und BASF diskutieren Entwicklung des Standorts Ludwigshafen

| Redakteur: MA Alexander Stark

Die rheinland-pfälzische Landesregierung und der Vorstand der BASF haben in Ludwigshafen über die Entwicklung der BASF und des Standorts Ludwigshafen beraten. Im Mittelpunkt der Gespräche standen die aktuelle wirtschaftliche Lage sowie die Themen Klimaschutz, Energieversorgung, Verkehr und Logistik, aber auch die Kooperation im Bildungsbereich.

Firmen zum Thema

Die rheinland-pfälzische Landesregierung und der Vorstand von BASF haben in Ludwigshafen über die Entwicklung der BASF und des Standorts Ludwigshafen beraten.
Die rheinland-pfälzische Landesregierung und der Vorstand von BASF haben in Ludwigshafen über die Entwicklung der BASF und des Standorts Ludwigshafen beraten.
(Bild: BASF)

Ludwigshafen – Alljährlich treffen sich BASF und Vertreter der Landesregierung Rheinland-Pfalz, um wichtige Themen zu diskutieren. Aktuelle Herausforderungen für den Standort Ludwigshafen sieht das Unternehmen etwa beim Thema Energie.

Klimaschutz ist ein zentraler Pfeiler der Unternehmensstrategie geworden. Bis 2030 will der Chemiekonzern treibhausgasneutral wachsen und strebt langfristig eine CO2-arme Chemieproduktion an. Dazu müssen laut Martin Brudermüller allerdings jetzt die nötigen Weichen gestellt werden. Dazu würden ganz wesentlich die Verfügbarkeit von ausreichenden Mengen an günstigem Strom aus erneuerbaren Energien sowie der konsequente Netzausbau zählen. Dieser Wandel müsse gemeinsam mit der Politik so gestalten werden, dass die Wettbewerbsfähigkeit der Industrie in Deutschland und Europa gesichert wird, so Brudermüller.

Die Landesregierung sagte seine Unterstützung für das Anliegen des Konzerns zu, eine EEG-Umlagebefreiung künftig auch für Eigenstrom aus erneuerbaren Quellen zu erreichen. Umwelt- und Energieministerin Ulrike Höfken betonte, dass dieses Engagement von Unternehmen wie der BASF und deren innovative Triebkraft für mehr Klimaschutz nicht durch Hemmnisse der Bundesregierung gebremst werden dürfe.

Breiten Raum nahmen auch die Themen Mobilität, Verkehr und Logistik ein. Angesichts der Situation rund um die Ludwigshafener Hochstraßen, aber auch mit Blick auf die langfristigen wirtschaftlichen Entwicklungsmöglichkeiten der Region, forderte Michael Heinz, Mitglied des Vorstands von BASF und Standortleiter, dass alle Beteiligten hierfür weiterhin an einem Strang ziehen. Eine leistungsfähige Logistik sei entscheidend für Ludwigshafen und den Wirtschaftsstandort Rheinland-Pfalz. BASF investiere massiv in neue, zukunftsfähige Strukturen. Es sei wichtig, dass auch die Politik die angestoßenen Initiativen, etwa die Abladeoptimierung im Mittelrheintal und die Sanierung der Verkehrsinfrastruktur weiter konsequent vorantreibe, so Heinz.

Mit Blick auf die Logistik im Land sagte Wirtschaftsminister Dr. Volker Wissing, dass die Landesregierung in engem Austausch mit Bund und Kommunen stehe, um die wichtigen und notwendigen Verkehrsprojekte in der Region voranzubringen. Die nun vorliegenden Gesetze zur Planungsbeschleunigung sowie das Maßnahmengesetz seien wichtige Bausteine, damit die Abladeoptimierung sowie der Ersatzneubau der Hochstraße zügiger umgesetzt werden können.

Wichtiges Gesprächsthema war ferner die Zusammenarbeit im MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik). Der Ludwigshafener Konzern ist hier bereits auf vielfältige Art und Weise engagiert. Landesregierung und BASF kamen überein, die Kooperation künftig sowohl in der schulischen Bildung aber auch bei der Berufs- und Studienorientierung und der dualen Ausbildung zu intensivieren.

(ID:46393696)