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Elektrostatische Trennung Kunststoffrecycling – Elektrostatische Trennung separiert auch schwarze Kunststoffe

Autor / Redakteur: Dr.-Ing. Rainer Köhnlechner, Dipl.-Wirt.-Ing. (FH) Hariolf Jung / Wolfgang Geisler

Mit herkömmlichen Separationsverfahren sind die häufig verwendeten, hochwertigen schwarzen Kunststoffe nicht detektierbar. Mit einem neu entwickelten elektrostatischen Trennverfahren gelingt das Kunststoffrecycling auch für diese sonst nicht wirtschaftlich zu sortierenden Materialien.

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Abb. 1: Typisches Gemisch aus Kunststoffen aus Elektronikschrott
Abb. 1: Typisches Gemisch aus Kunststoffen aus Elektronikschrott
(Bild: Hamos)

Große Mengen an gemischten Kunststoffen fallen beim Recycling von Haushaltsabfällen, Elektronikschrott oder auch Automobilen an. Bei der anschließenden Sortierung mit dem Ziel, saubere, verwertbare und sortenreine Kunststoff-Fraktionen zu erhalten, machen insbesondere die hochwertigen schwarzen Kunststoffe Probleme. Sie sind mit herkömmlichen Separationsverfahren nicht detektierbar, sodass die Sortenreinheit der separierten Produkte gering ist. Da die Farbe Schwarz hochmodern und angesagt ist, gibt es heutzutage jede Menge dieser schwarzen Kunststoffe.

Auch aus Kostengründen werden viele Kunststoffteile in schwarzer Farbe gefertigt. Die „farbige Oberfläche“ wird dann durch Lackierung oder Metallisierung erzeugt. Stoßstangen für Pkw beispielsweise werden ausschließlich in schwarzen oder dunkelgrauen Farben hergestellt. Die Anpassung an die jeweilige Karosseriefarbe erfolgt durch Lackierung in der gewünschten Farbe.

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Bei Fotokopierern, Computern, aber auch bei Funktionsteilen im Automobilbau (Lüftung) spielt die Farbe der Teile keine ästhetische Rolle. Aus diesem Grunde werden diese üblicherweise in der Farbe Schwarz gefertigt. Das macht die Produktion und die Lagerhaltung einfacher, erschwert aber das Recycling.

Beim Recycling von Automobilen liegt der Anteil der schwarzen Partikel innerhalb der Kunststoff-Fraktion bei etwa 50 bis 70 Prozent. Auch beim Recycling von elektrischen und elektronischen Geräten fallen große Mengen hochwertiger technischer Kunststoffe wie ABS und PS an. Dafür hat Hamos, einer der weltweit führenden Anbieter elektrostatischer Separationstechnologien, ein Verfahren entwickelt, mit dem es gelingt, diese schwarzen Kunststoffe sortenrein zu sortieren.

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