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KSB: Der „schlafende Riese“ wird geweckt

| Autor / Redakteur: Hans-Jürgen Bittermann / Wolfgang Ernhofer

Augmented-Reality-Service – das Geschäftsfeld Supreme-Serv soll künftig deutlich an Gewicht zulegen.
Augmented-Reality-Service – das Geschäftsfeld Supreme-Serv soll künftig deutlich an Gewicht zulegen. (Bild: KSB)

2018 war für den Pumpen- und Armaturenhersteller KSB ein Jahr mit Licht und Schatten, Umsatz (+1,9 %) und Auftragseingang (+1,7 %) legten zu, Währungseinflüsse verhinderten einen höheren Anstieg. Der Ausblick auf 2019 bleibt positiv: Das Unternehmen will weiter wachsen und strebt eine deutliche Ergebnisverbesserung an.

Lambsheim – „Angesichts der politischen und wirtschaftlichen Rahmenbedingungen sind wir mit dem Geschäftsjahr zufrieden, denn ohne die Währungseinflüsse hätten Auftragseingang und Umsatz unseren Prognosen entsprochen“, so Dr. Stephan Timmermann, Sprecher der Geschäftsleitung von KSB, anlässlich der Bilanzpressekonferenz. Dennoch zeigt er sich vom wirtschaftlichen Ergebnis enttäuscht. Mit einem Struktur- und Wachstumsprogramm – programmatisch ‚Climb 21‘ genannt – sieht er die Weichen für ein langfristiges profitables Wachstum gestellt.

Ist KSB ein ‚schlafender Riese‘, der nur sanft wachgerüttelt werden müsse, um sein volles Potential entfalten zu können? Das KSB-Management ist davon überzeugt, dass das Unternehmen noch große Entwicklungsmöglichkeiten vor sich habe. Die Basis dafür sei das Produktangebot – während sich der Wettbewerb zumeist auf einige wenige Branchen fokussiere, bearbeite das Unternehmen deutlich mehr Märkte (Prozentangaben = Umsatzanteil): Energie 17 %, Gebäudetechnik 11 %, Industrie 28 %, Öl & Gas 15 %, Bergbau 11 %, Wasser & Abwasser 18 %. „Die breite Aufstellung macht KSB stabil“, zeigt sich Timmermann überzeugt. Dennoch werde das Unternehmen alle Geschäftsfelder auf deren Zukunftsfähigkeit prüfen.

Event-Tipp der Redaktion Das 17. Pumpen-Forum findet auch 2019 wieder im Rahmen der Förderprozessforen statt. Weitere Informationen zur Veranstaltung finden Sie auf unserer Eventseite. Unsere Bildergalerie zur letztjährigen Veranstaltung zeigt Impressionen der Förderprozessforen im Jahr 2018.

Viel Freude macht KSB das Geschäft mit Feststoff-Transportpumpen (Einsatz im Bergbau) der US-Tochter GIW – neben dem Marktführer Weir (50 %) positioniert sich KSB mit einem Marktanteil von 13 % an zweiter Stelle. Hier sieht das Unternehmen lukrative Service- und Ersatzteil-Potentiale. Überhaupt seien die Services ein Schlüsselmarkt der Zukunft, quasi händeringend sucht Ralf Kannefass, Geschäftsführender Direktor u.a. für alle Serviceaktivitäten, nach geeignetem Personal für den neu geschaffenen Bereich Supreme-Serv. Hier zentralisiert das Unternehmen Angebote wie Ersatzteile, das Re-Engineering und die Additive Fertigung. Der Auftragseingang im Segment ‚Service‘ erreichte 2018 bereits 441,7 Millionen Euro und soll künftig deutlich zulegen.

Ein weiterer hoch interessanter Markt: Der Umsatz mit Angeboten für das Segment ‚Wasser & Abwasser‘ wachsen weltweit rasant. Keine Frage: Auch alles rund um die Digitalisierung und damit verbunden neuartige Geschäftsmodelle stehen im Fokus – in die digitale Transformation investierte der Konzern bislang bereits rund 20 Millionen Euro.

Und wohin geht neben dem digitalen Cyberspace die Reise in der analogen Welt? Dr. Stephan Bross, Geschäftsführender Direktor und u.a. für die Technische Entwicklung zuständig, nennt drei wichtige Entwicklungsfelder: Integrierte Antriebe (also kompakte Motoren mit Frequenzumrichter und Sensorik), der Wandel von der zentralen Leittechnik zur dezentralen Intelligenz im Feld und nicht zuletzt nach wie vor die Werkstoffentwicklung als entscheidendes Thema gerade für Pumpen in besonders anspruchsvollen Einsätzen in Chemie und Petrochemie.

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