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Hannover Messe 2018

Konzept der drei digitalen Zwillinge

| Redakteur: Gerd Kielburger

Dr. Jürgen Brandes sieht jetzt die Zeit gekommen, um die sich aus der Digitalisierung ergebenden neuen Möglichkeiten zur Optimierung der Wertschöpfungskette für die Prozessindustrien intensiv zu nutzen.
Dr. Jürgen Brandes sieht jetzt die Zeit gekommen, um die sich aus der Digitalisierung ergebenden neuen Möglichkeiten zur Optimierung der Wertschöpfungskette für die Prozessindustrien intensiv zu nutzen. (Bild: Siemens)

Der digitale Zwilling ist ein zentrales Element der Digitalisierung. Siemens präsentiert zur Hannover Messe sogar das Konzept der drei digitalen Zwillinge: des Produkts, der Produktion und der Performance.

Frauenaurach – Bei Siemens hat man sich ganz und gar der intelligenten Verzahnung von Elektrifizierung, Automatisierung und Digitalisierung verschrieben. Auf der diesjährigen Hannover Messe will das Unternehmen zeigen, wie Unternehmen schon heute ihre Wettbewerbsfähigkeit durch Digitalisierung steigern können – mit Lösungen für den digitalen Zwilling über die gesamte Wertschöpfungskette, dem offenen cloudbasierten IoT-Betriebssystem Mind Sphere und dem Automatisierungsportfolio von Siemens. Dafür hat man sich das Modell der drei Zwillinge überlegt, das die kontinuierliche Verbesserung von Produkt und Produktion in der Realität abbilden soll, wie es Jan Mrosik, CEO der Siemens Division Digital Factory, formuliert. „Durch die Erkenntnisgewinne aus Mindsphere optimieren wir kontinuierlich die gesamten Wertschöpfungsketten unserer Kunden“, verspricht Mrosik anlässlich einer Hannover-Messe-Vorpressekonferenz vor Fachjournalisten.

In nahezu allen Branchen stehen die Integration und Digitalisierung der Wertschöpfungskette für nachhaltige Wettbewerbsvorteile durch mehr Flexibilität, Effizienz und Qualität. Dies erlaubt neue Möglichkeiten der Wertschöpfung, innovative Geschäftsmodelle und zukunftsweisende Formen der Kooperation. Vor diesem Hintergrund liegt der Fokus des Messestands daher auch auf der branchenspezifischen Umsetzung der Digital-Enterprise-Lösungen über den gesamten Lebenszyklus. Beispiele aus den Branchen Food & Beverage sowie Chemie, Fiber und Öl & Gas veranschaulichen, wie Unternehmen jeder Größe und Branche mit individuellen Digitalisierungslösungen ihre Wettbewerbsfähigkeit steigern können – durch höhere Flexibilität, Effizienz, Qualität und kürzere Markteinführungszeiten.

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In der 700 Quadratmeter großen Mind-Sphere-Lounge werden die Version 3, konkrete Use Cases und Referenzen von Siemens und Partnern wie OEMs sowie die neue weltweite Nutzerorganisation Mind Sphere World präsentiert. Zudem zeigt der Konzern, wie industrialisierte Produktion im Bereich der additiven Fertigung heute schon möglich ist sowie Sidrive IQ, die neue digitale Plattform für die Auswertung von Antriebsdaten auf Basis von Mind Sphere. Für die Energieversorgung stellt Siemens ganzheitliche Lösungen für Industrieunternehmen und Infrastrukturprojekte aus. Intelligentes Energiemanagement mithilfe von Mind Apps ist dabei ein Fokus.

Individueller Einstieg in die Digitalisierung für Prozessindustrie-Branchen

Jetzt sei es an der Zeit, die sich aus der Digitalisierung ergebenden neuen Möglichkeiten zur Optimierung der Wertschöpfungskette für die Prozessindustrien intensiv zu nutzen, forderte Dr. Jürgen Brandes, CEO der Division Process Industries and Drives. Dies gelte für Greenfield-Anlagen ebenso wie für langjährig existierende Bestandsanlagen (Brownfield). Ein erster wichtiger Schritt sei es, die im Unternehmen vorhandenen statischen und dynamischen Daten konsequent zu nutzen, um Transparenz über den kompletten Lebenszyklus als Basis für Optimierungen zu schaffen.

„Mit unserem Wissen über Elektrifizierung und Automatisierung stehen wir den Unternehmen bei ihrem individuellen Weg zur digitalen Transformation zur Seite. Unser Angebot richtet sich dabei stets nach dem Mehrwert und dem Geschäftsmodell unserer Kunden“, verspricht Brandes. Hier setzt auch das neue Beratungskonzept „Digitalization Consulting“ von Siemens an, bei dem gemeinsam mit den Kunden die digitalen Möglichkeiten über die gesamte Wertschöpfungskette des Unternehmens ausgelotet und eine Digitalisierungs-Roadmap inklusive Investitionskalkulation erstellt wird. (Lesen Sie dazu auch das PROCESS-Exklusivinterview mit Dr. Brandes).

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