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Eine wesentliche Rolle spielt dabei der digitale Zwilling der verfahrenstechnischen Produktionsanlage. Dieser entsteht während der Engineering-Phase und wird über den Anlagen-Lebenszyklus hinweg aktualisiert und mit weiteren Daten angereichert. Die fortlaufende Analyse von Prozessdaten und zusätzlichen smarten Sensordaten aus der Feldebene einer Produktionsanlage führt zu einer neuen Dimension an Transparenz, mit der sich Wartung und Instandhaltung deutlich verbessern lassen.
Entscheidende Vorteile bietet der digitale Zwilling laut Brandes auch bei der Inbetriebnahme. Hier ermöglicht die Simulations-Software Simit in der Version 9.1. eine noch einfachere Kombination der virtuellen Inbetriebnahme und des Operator Trainings von Anlagen. Anwender können so die Inbetriebnahme in der Praxis um bis zu 60 Prozent beschleunigen und gerade auch bei Anlagenumbauten und Migrationen ungewollte Stillstandzeiten reduzieren.
Anlagenplanung
Best-Practice-Beispiel zeigt neue Form der Anlagenplanung und des Anlagenbetriebs
Als weitere Innovation auf der Hannover Messe propagiert Brandes die Sidrive IQ: die neue digitale Plattform für die Auswertung von Antriebsdaten mit Mind Sphere. Nach Aussagen der Hersteller soll sie Anlagen- und Maschinenbetreibern eine neue Dimension an Datentransparenz über die installierten Antriebssysteme verschaffen. Das erleichtere das Flottenmanagement und optimiere die Service-Aktivitäten. Bei Siemens zeigt man sich fest davon überzeugt, dass die kontinuierliche Datenanalyse Zeit spart und die Anlagenverfügbarkeit steigert, da sich beispielsweise Fehlerquellen frühzeitig identifizieren und rechtzeitig beheben lassen.
Als ein weiteres Highlight des Messeauftritts hebt Brandes das Time-Sensitive Networking (kurz TSN) vor, das eine noch robustere, zuverlässigere und standardisierte Ethernet-Kommunikation zwischen Automatisierungsgeräten auch unter hoher Netzwerklast ermöglichen soll. Die Profinet Netzwerkinfrastrukturen sollen künftig die TSN-Basistechnologie sukzessive integrieren. Als einen ersten Schritt zeigt Siemens anhand eines Robotik-Messemodells, wie OPC UA Pub Sub (Publisher/Subscriber) auf Basis von TSN auf Steuerungsebene zum Einsatz kommt.
Intelligentes Energiemanagement
Ohne jederzeit verfügbare Energie sind jedoch reibungslose Produktionsabläufe und kontinuierliche Prozesse nicht denkbar. Hinzu kommt, dass der stetig wachsende Energiebedarf der Industrie neuartige Lösungen erfordert, um durch höhere Effizienz die Energiekosten dauerhaft zu reduzieren und so die Wettbewerbsfähigkeit zu steigern.
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