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Kontiproduktion Kontiproduktion im Realitätscheck - Kommt sie oder kommt sie nicht?

Autor: Anke Geipel-Kern

Steht die Branche bei der Kontiproduktion tatsächlich vor einem Paradigmenwechsel? Nun, die Pharmaproduktion kommt langsam in die Gänge. Seit der Erstzulassung des kontinuierlich hergestellten Medikaments Orkambi von Vertex im Jahr 2015, hat sich allerhand getan. Trotzdem ist es noch zu früh, von einem Durchbruch zu sprechen.

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Für seine neue Kontianlage in Beerse hat Janssen Pharmaceutical den Facility of the Year-Award der ISPE erhalten.
Für seine neue Kontianlage in Beerse hat Janssen Pharmaceutical den Facility of the Year-Award der ISPE erhalten.
(Bild: Gea)

Öl, Gas, Chemieproduktion – sie alle nutzen die Kontiproduktion seit Jahrzehnten und ziehen die Produktivitätsschraube stetig fester an. Wem Rohstoffpreise und asiatische Konkurrenz im Nacken sitzen, für den sind auch noch so kleine Ausbeute- und Effizienzverbesserungen überlebenswichtig. Im Vergleich dazu hatte die Pharmabranche lange ein Luxusproblem: Hohe Gewinne trotz vergleichsweise geringer Ausbeuten. Abgesehen von Blockbustern, wie Blutdrucksenker, Schmerzmittel und anderen Wirkstoffen, die in größerem Maßstab hergestellt werden, gab und gibt es es kleine Chargen, kurze Produktionszeiten und lange Reinigungszyklen über die die Branche auf hohem Niveau jammert.

Warum Konti statt Batch sich rechnet

Die Pharmaindustrie hat sich daher lange geziert, kontinuierliche Produktionsverfahren einzusetzen: nicht ausgereift, regulatorische Hindernisse, fehlende Validierungsverfahren und, wie soll man ohne Einzelchargen die Nachverfolgbarkeit der Batche garantieren – das waren die Bedenken. Doch allmählich wendet sich das Blatt. Der wirtschaftliche Druck, jenseits des Batchprozesses, kostengünstige Verfahren einzusetzen wächst.

Über den Autor

 Anke Geipel-Kern

Anke Geipel-Kern

Leitende Redakteurin PROCESS/Stellvertretende Chefredakteurin PharmaTEC, PROCESS - Chemie | Pharma | Verfahrenstechnik