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Wasseraufbereitung

Kontinuierliche Differenzdruckmessung zur Membranüberwachung in der Wasseraufbereitung

| Autor / Redakteur: Ralf Noormann / Dr. Jörg Kempf

In dieser Versuchsanlage in Kiel testete C-deg die Messgeräte von Labom. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Testphase im April 2016 ließ das Unternehmen die Geräte auch in die Umkehrosmoseanlage für Deponiesickerwasser einbauen.
In dieser Versuchsanlage in Kiel testete C-deg die Messgeräte von Labom. Nach dem erfolgreichen Abschluss der Testphase im April 2016 ließ das Unternehmen die Geräte auch in die Umkehrosmoseanlage für Deponiesickerwasser einbauen. (Bild: Labom)

Membrantrennverfahren sind in der Wasseraufbereitung weit verbreitet – und arbeiten zuverlässig, solange sich die Membranen nicht zusetzen. Deponiesickerwässer sind besonders herausfordernd. Die Membranüberwachung spielt hier eine wichtige Rolle.

Das Unternehmen C-deg Environmental Engineering aus Kiel bietet traditionell seit acht Jahren Lösungen für die umweltgerechte Verbrennung klimaschädlicher Gase an – seit 2014 ist man zusätzlich auch in der Wasseraufbereitung aktiv. Mithilfe einer Umkehrosmoseanlage wird Deponiesickerwasser dabei so aufbereitet, dass es sauber genug ist, um in natürliche Gewässer, so genannte Vorfluter, eingeleitet zu werden.

Mit dem Eintritt in den neuen Geschäftsbereich sah sich das Unternehmen schnell auch mit neuen Herausforderungen konfrontiert: „Es gibt in dieser Branche einen starken Wettbewerb“, erklärt Jörg Delfs, zuständig für den Bereich Wasseraufbereitung bei C-deg. „Deshalb mussten wir ein Alleinstellungsmerkmal finden, um uns von der Konkurrenz abzuheben.“

Die Lösung: Mithilfe des vor jedem Druckrohr installierten Differenzdruckmessumformers sollte die Membranreinigung optimiert werden. Das System erkennt frühzeitig, wann eine Membran zugesetzt ist und gereinigt werden muss und verhindert so einen übermäßigen Verschleiß. Zudem ermöglicht es eine genaue Lokalisierung, in welchem Druckrohr ein Problem vorliegt. So muss im Fall einer Fehlermeldung nicht gleich die gesamte Anlage gespült werden.

Da diese Membranüberwachung jedoch keine zwingende Notwendigkeit, sondern lediglich eine Optimierung darstellte, spielte insbesondere auch der wirtschaftliche Faktor eine große Rolle. Entscheidende Unterstützung erfuhr C-deg dabei von Labom. Der Messgerätehersteller entwickelte mit dem eigens für C-deg angepassten Differenzdruckmessumformer Pascal CV 3300 ein Gerät, das sich aufgrund seiner Kompaktheit optimal für die Membranüberwachung eignet und geringe Stückkosten mit optimaler Leistung verbindet.

Gut kombiniert

Abgeleitet wurde es aus zwei bereits bestehenden Systemen, die jedoch einzeln für sich genommen nicht alle Anforderungen erfüllt hätten: Die leistungsstarke Differenzdruckzelle des komplexeren Differenzdruckmessumformers Pascal Ci4 wurde dabei mit einer reduzierten Ausleseeinheit kombiniert. Diese bietet immer noch zahlreiche Einstellungs-Möglichkeiten, ist aber deutlich kompakter als bei anderen Modellen.

Ulf Denker, Technisches Büro Nord bei Labom, erklärt, wie es zu der Neuentwicklung kam: „Anstoß gebend für dieses Projekt war ein Routinebesuch für die Industrie­gasanlagen. Dort erfuhren wir erstmalig, dass Aktivitäten im Bereich der Wasseraufbereitung geplant sind. Nachdem wir uns dann mit den spezifischen Herausforderungen dieses neuen Geschäftsbereiches beschäftigt haben, wurde schnell klar, dass hier eine ganz neue Lösung geschaffen werden musste. Das eigens für C-deg entwickelte Modell hat sich schnell bewährt und inzwischen bieten wir es in leicht abgewandelten Ausführungen auch für andere Kunden an.“

Inhalt des Artikels:

  • Seite 1: Kontinuierliche Differenzdruckmessung zur Membranüberwachung in der Wasseraufbereitung
  • Seite 2: Reinigen oder tauschen?

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