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Der Differenzdruckmessumformer Pascal CV 3300 zeichnet sich u.a. durch seine Vielfältigkeit bei der Modulauswahl aus – so können wahlweise ein komplexeres Display, ein Hart-Modul oder auch ein Schaltmodul eingesetzt werden. Auch Ex-Schutz ist auf Wunsch möglich. Darüber hinaus gewährleistet der Pascal CV 3300 bei einem Turndown von 5:1 eine besonders hohe Genauigkeit von ≤0,15 Prozent; die Nennbereiche liegen zwischen 0,4 und 40 bar.
Doch Wirtschaftlichkeit ist bei Weitem nicht die einzige Anforderung, die die Geräte bei ihrem Einsatz in der Wasseraufbereitung erfüllen müssen. Bei dem zu reinigenden Wasser handelt es sich um fluoridhaltiges Deponiesickerwasser, welches auf Mülldeponien entsteht. Das dunkelbraun bis schwarz gefärbte Wasser ist mit Metall- und organischen Salzen verunreinigt und weist einen Salzgehalt auf, der bis zu dreimal so hoch sein kann wie der des Meereswassers. Die Messgeräte müssen deshalb den extrem korrosiven und abrasiven Eigenschaften des verunreinigten Wassers standhalten und auch bei den elektronischen Bauteilen eine sehr gute Materialbeständigkeit aufweisen. Alle Teile, die mit dem Messstoff in Berührung kommen, sowie das Gehäuse selbst sind deshalb aus robustem Edelstahl und verfügen über eine Schutzart von IP 66.
Zudem wirkt nicht nur der dynamische Differenzdruck auf das System, sondern auch der statische Druck, unter dem die Umkehrosmose stattfindet – durch den Druck werden Teilchen im Wasser entgegen der natürlichen Osmoserichtung bewegt und dadurch Schmutzpartikel vom sauberen Wasser getrennt. Dieser statische Druck liegt eingangsseitig bei bis zu 85 bar – auch diese Belastung müssen die Geräte dauerhaft verkraften.
Reinigen oder tauschen?
Damit die gesamte Anlage reibungslos läuft, ist es wichtig, dass jederzeit alle Pumpen und Membranen fehlerfrei funktionieren. Die Differenzdruckmessung vor jedem Druckrohr zeigt nicht nur an, wenn eine Membran zugesetzt ist, sondern je nach gemessenem Druck auch, wie stark sie verunreinigt ist. So kann individuell entschieden werden, ob die Membran gereinigt oder gleich komplett ausgetauscht werden muss. Auch, ob eine Pumpe defekt ist, kann durch den in diesem Fall extrem abfallenden Druck leicht festgestellt werden.
Das Auslesen der Messergebnisse und das Einleiten der notwendigen Schritte werden in der Zentrale von C-deg in Kiel geregelt – auch wenn sich die Anlage selbst an einem anderen Ort befindet.
Problemloser Betrieb
„Nach einem erfolgreichen Testlauf in unserer Versuchsanlage haben wir die Differenzdruckmessumformer im April 2016 in die Anlage eingebaut – seitdem gab es keinerlei Probleme“, berichtet Jörg Delfs.
Auch bei Labom ist man mit dem Projekt mehr als zufrieden: „Mit C-deg verbindet uns schon lange eine sehr enge und vertrauensvolle Zusammenarbeit“, erklärt Denker. „Eine so individuelle Lösung zu entwickeln ist immer wieder eine Herausforderung, die wir gerne angehen.“
* Der Autor ist Gebietsverkaufsleiter für Norddeutschland bei Labom, Hude.
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