Sicherheit in prozesstechnischen Anlagen

Komplettlösung für eigensichere Stromkreise

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Eigensichere Stromkreise bestehen aus einer Energiequelle im sicheren Bereich sowie einem Verbraucher, beispielsweise einem Feldgerät im Ex-Bereich. Mithilfe geeigneter Überspannungsableiter und Sicherungen ist es möglich, die Energie am Verbraucher beziehungsweise Feldgerät so zu begrenzen, dass keine Funkenbildung möglich ist. Dabei ist auch zu berücksichtigen, dass Induktivitäten und Kapazitäten zusätzliche Energie im eigensicheren Stromkreis speichern können.

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Wirtschaftliche Explosionsschutzmaßnahmen

In der Praxis werden explosionsgefährdete Bereiche in Zonen eingeteilt. Damit werden einerseits die Gefahren durch explosionsfähige Atmosphären und Stäube berücksichtigt, andererseits auch wirtschaftliche Explosionsschutzmaßnahmen empfohlen. Die Zonen sind gemäß der ATEX-Richtlinie definiert. Danach ist Zone 0 der Bereich, in dem eine explosionsfähige Atmosphäre als Gemisch aus Luft und brennbaren Gasen oder Dämpfen ständig, über längere Zeiträume oder häufig vorhanden ist.

Laut Definition kann sich in Zone 1 bei Normalbetrieb nur gelegentlich eine explosionsfähige Atmosphäre bilden, während in Zone 2 unter normalen Bedingungen keine explosionsfähige Atmosphäre auftritt oder nur kurzzeitig auftreten kann. Zone 20 entspricht Zone 0, sie bezieht sich jedoch auf zündfähige Stäube. Entsprechendes gilt für die Zonen 21 und 22.

Zur Begrenzung der eindringenden Energie und der damit verbundenen Funkengefahr werden in explosionsgefährdeten Bereichen eigensichere Stromkreise eingesetzt. Typische Anwendungsbereiche sind Reaktionsbehälter wie Fermenter oder Speicher beziehungsweise Tanks, da sie innerhalb der großflächigen Anlagen die Punkte darstellen, an denen häufig Blitze und Überspannungen auftreten.

Eigensichere Signaltrennwandler mit galvanischer Trennung sowie „Ex-i“-zugelassene Überspannungs-Schutzableiter sichern in diesen Stromkreisen die empfindliche Mess- und Steuerungselektronik ab. Weidmüller bietet dafür ein Lösungspaket bestehend aus den schmalen analogen Signaltrennwandlern ACT20X und den Überspannungs-Schutzmodulen Varitector SPC EX.

Entkoppeln mit Signaltrennwandlern

In Sensornähe eingesetzt bieten die Signaltrennwandler ACT20X optimale Eigenschaften, um die Steuerungsebene von der Sensorebene galvanisch zu entkoppeln und verlässliche, standardisierte Signalwerte zu erzeugen. Das 12,5 mm schmale, Ausgangs-stromschleifengespeiste Modul ACT20X-HUI-SAO-LP hat einen eigensicheren Eingang für Norm-DC-, Temperatur- und Widerstandssignale und trennt damit den explosionsgefährdeten vom sicheren Bereich.

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