Suchen

Batterieforschung der Zukunft KIT beteiligt sich an Forschung in allen vier Batterie-Kompetenzclustern

Redakteur: MA Alexander Stark

Mit vier neuen Kompetenzclustern will das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) die Batterieforschung in Deutschland entscheidend voranbringen. Das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) ist an allen vier Clustern beteiligt, an zwei davon als Koordinator.

Firmen zum Thema

Batterieforschung der Zukunft: Stapelmodul des Smart Battery Maker.
Batterieforschung der Zukunft: Stapelmodul des Smart Battery Maker.
(Bild: wbk, KIT)

Karlsruhe – Leistungsfähige und sichere Batterietechnologien sind Grundvorsetzung dafür, dass für eine erfolgreiche Energiewende und für eine nachhaltig gestaltete Mobilität. Zentrale Aspekte der Batterieforschung werden im Rahmen von vier vom BMBF geschaffenen Kometenzclustern aufgegriffen. Das KIT ist an allen vier Clustern beteiligt.

Im Fokus des Kompetenzclusters Intelligente Batteriezellproduktion (Inzepro) stehen eine agile und flexible Anlagentechnik – mittels der sich Batteriezellen variantenflexibel und stückzahlangepasst fertigen lassen –, die Digitalisierung einzelner Anlagen und des gesamten Produktionssystems sowie virtuelle Produktionssysteme und KI in der Produktion. „Ziel ist es, vielfältige Varianten von Batteriezellen in kleinen bis großen Stückzahlen für eine flexible, automatisierte und intelligente, durch Künstliche Intelligenz optimierte Fertigung herzustellen. So wollen wir dafür sorgen, dass produzierende Unternehmen, beispielsweise in der Automobilindustrie, ihre Produktivität selbst bei schwankender Auftragslage und hoher Produktvarianz steigern“, erläutert Professor Jürgen Fleischer, Leiter des wbk Instituts für Produktionstechnik, der für das KIT im Koordinationsteam von Inzepro ist. Das Cluster wird insgesamt mit voraussichtlich rund 30 Millionen Euro gefördert.

Kompetenzcluster Analytik/Qualitätssicherung (AQua)

Die Leistungsfähigkeit von Lithium-Ionen-Batterien zu verbessern und gleichzeitig eine lange Lebensdauer zu gewährleisten, ist Ziel des Clusters Aqua. Als Grundlage für die Qualitätssicherung bei der Produktion entwickeln die Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler Analysemethoden und -standards, die den komplexen Prozessen in der Batterie gerecht werden. „Wir wollen in Aqua ein umfassendes und prozessübergreifendes Verständnis dafür erarbeiten, wie sich das Zusammenspiel von Materialien, Fertigungsschritten und elektrochemischen Besonderheiten auf Strukturen und Eigenschaften der Batterie auswirkt“, sagt Professor Helmut Ehrenberg vom KIT, der im Koordinationsteam ist. Dieses Cluster wird insgesamt mit voraussichtlich rund 20 Millionen Euro gefördert.

Batterieforschung in Deutschland stärken

Bei den beiden Clustern Inzepro und Aqua ist das KIT jeweils im Koordinationsteam. Forscherinnen und Forscher des KIT arbeiten aber auch in den beiden weiteren Clustern Recycling/Grüne Batterie (green Batt) und Batterienutzungskonzepte (Batt Nutzung) mit. Starten sollen die neuen Cluster im Oktober 2020. Außerdem ist das KIT an dem bereits seit 2018 laufenden Kompetenzcluster Fest Batt zur Entwicklung von Festkörper-Batterien und seit 2016 an Prozell zur Batteriezellproduktion beteiligt.

Die Cluster knüpfen an die erfolgreiche Batterieforschung am KIT an, wie sie etwa über die mit der Universität Ulm und dem Zentrum für Sonnenenergie- und Wasserstoff-Forschung Baden-Württemberg (ZSW) gegründeten Plattform Celest läuft.

Die Kompetenzcluster sind Teil des Dachkonzepts „Forschungsfabrik Batterie“ und sollen dazu beitragen, die Batterieforschung in Deutschland entlang der gesamten Wertschöpfungskette zu stärken. Das BMBF investiert dazu weitere 100 Millionen Euro in die Batterieforschung an Hochschulen und außeruniversitären Forschungseinrichtungen.

Weitere Informationen

(ID:46698625)