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Thermochemische Energiespeicher

Kalkpulver statt Batterie? Energie speichern mit dem Wirbelschicht-Reaktor

| Redakteur: Dominik Stephan

Feine Pulver, granulierte Feststoffe oder Komponentengemische als Energiespeicher: Daran arbeitet das Twist Forschungsprojekt für thermochemische Energiespeicherlösungen der Technische Universität München.

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Wirbelschicht Reaktor mit 30 Liter Volumen (700°C, 6 bar)
Wirbelschicht Reaktor mit 30 Liter Volumen (700°C, 6 bar)
(Bild: TUMLES (Technical University of Munich/Chair of Energy Systems)

Unterstützung beim Anlagenbau kommt von Thermoprozess-Experten Schwing Technologies, die von 2013 bis 2018 die Pilot-Reaktoranlage Flubestor (Fluidized Bed Energy Storage Reactor) entwickelt haben. Das thermochemische Energiespeicherkonzept für thermische Kraftwerke und industrielle Wärme soll die Nutzung von Wirbelschicht-Reaktoren für den Wärmeübertag ins Speichermedium (in München wird Kalk verwendet) erproben. Dabei werden die Speichereigenschaften zunächst im Glaszylinder getestet, der Prozess dann in den Bench-Scale-Maßstab übersetzt und schließlich der Pilotreaktor gebaut.

In Zukunft könnte so auch eine Nutzung in der Energiewirtschaft möglich sein, erklären die die Partner. Das vom Bundesministerium für Wirtschaft und Energie geförderte Forschungsprojekt startete im September 2018 und soll die Speichertechnologie bis 2022 von der Pilotphase bis zum Megawatt-Maßstab vorantreiben. Zukünftig soll diese Lösung als industrielle Flexibilisierungsmöglichkeit und Wärmespeicheroption dienen. Sie kann ihren Teil zur Steigerung der Energieeffizienz der Industrie beitragen, sind alle Beteiligten überzeugt.

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