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ISO-15926-Standard und Dexpi – Wann kommt der herstellerübergreifende Datenaustausch

| Autor / Redakteur: Anke Geipel-Kern / Anke Geipel-Kern

Warten auf den ISO 15926 Standard: Das Pilotprojekt Dexpi geht in die dritte Runde.
Warten auf den ISO 15926 Standard: Das Pilotprojekt Dexpi geht in die dritte Runde. (Bild: © momo5287 - Fotolia)

Das ISO-15926-Standardisierungsprojekt Dexpi – vorangetrieben von BASF, BTS, Evonik und Thyssen Krupp Uhde – geht in die dritte Runde und hat inzwischen handfeste Ergebnisse vorzuweisen. Es gibt also Hoffnung, das bis 2015 anvisierte Ziel eines standardisierten, herstellerübergreifenden Datenmodells zu erreichen.

Der Hersteller übergreifende Datenaustausch innerhalb der Anlagenplanung ist eine Dauerbaustelle, an deren Beseitigung momentan die Process-Net-Arbeitsgruppe Dexpi werkelt. Die Herausforderungen sind bekannt: Inkompatible Softwarewerkzeuge und Datenformate machen allen Beteiligten das Leben schwer, verursachen Inkonsistenzen, sind Fehlerquellen und fressen Zeit.

Standards, die Datenbrücken bauen und herstellerübergreifende Informationsmodelle ermöglichen, gültig für die gesamte Prozessindustrie, sind eine Lösung, doch sie haben einen systemimmanenten Nachteil: Alle Beteiligten müssen sich auf einen Standard einigen. Und das geschieht bei Parteien, die unterschiedliche Interessen verfolgen, mitunter nur durch sanften Zwang.

Zu besichtigen sind diese Mechanismen zurzeit bei Dexpi. Dexpi steht für Data Exchange Process Industry und verfolgt das Ziel, die ISO 15926 zu nutzen, um Daten offen und herstellerneutral über den gesamten Lebenszyklus fließen zu lassen.

Dabei geht es den Betreibern um die Koexistenz unterschiedlicher Softwarewerkzeuge in den Unternehmen, da jedes Werkzeug gewerkespezifische Stärken und Schwächen hat. Gelebte Interoperabilität soll Zeit und Kosten für Planer, Contractoren, Owner/Operator und Site Services reduzieren und das Ziel der digitalen Anlage Realität werden lassen.

Das Geschäftsmodell vieler CAE-Hersteller hingegen beruht darauf, ein System für alle Gewerke und jede Phase des Lebenszyklus zu entwickeln, also genau dieser Vielfalt in den Unternehmen entgegenzuwirken. Interoperabilität wird in Kauf genommen, aber nicht unbedingt forciert.

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