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Mobile Technologien

Im Kommen – Mobile Geräte in der Prozessautomatisierung

| Autor/ Redakteur: Dipl.-Ing. Sabine Mühlenkamp / Jörg Kempf

Im privaten Bereich sind sie längst Usus: Mobile Geräte wie Tablets und Pads, Smartphones und andere technische Gadgets. Obwohl sie in der Prozessautomatisierung noch nicht weit verbreitet sind, sind mobile Technologien inzwischen zu einem Enabler der Automatisierungstechnik geworden.

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Am Ludwigshafener Standort der BASF sind etwa zehn Betriebe mit mobilen Technologien ausgestattet. Für die mobile Instandhaltung stehen in einem Pilotprojekt rund 200 Geräte zur Verfügung.
Am Ludwigshafener Standort der BASF sind etwa zehn Betriebe mit mobilen Technologien ausgestattet. Für die mobile Instandhaltung stehen in einem Pilotprojekt rund 200 Geräte zur Verfügung.
( Bild: BASF )

Kaum eine andere Technologie hat unser tägliches Leben in den letzten Jahren so nachhaltig verändert wie mobile Technologien. Die Ursache für die Schnelligkeit, mit der sich diese verbreitet haben, liegt vor allem in der hohen Bedienerfreundlichkeit, der durchgängigen Kommunikationsinfrastruktur und der großen Anzahl von Anwendungen. In der Prozessindustrie ist das Interesse zwar groß, jedoch lässt der Durchbruch auf sich warten. Im Vergleich zu anderen Bereichen wie der Logistik sind mobile Lösungen in der Prozessindustrie noch nicht als Standard etabliert.

„Von einer flächendeckenden Lösung ist man noch weit entfernt, viele Projekte haben sicherlich eher Pilotcharakter“, gibt Christian Klettner, Automation Manager Industrial Communication bei der BASF und Obmann des Namur AK 4.15 (Mobile Automation) zu. Doch das muss ja nicht so bleiben.

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So gibt es einige Anwendungen, in denen mobile Lösungen schon Einzug gehalten haben, beispielsweise in der Prozessführung (mobile Bedienterminals für Prozessführungsaufgaben) oder bei der Unterstützung von Instandhaltungstätigkeiten. Allerdings: „Je näher man an den Kern der Prozessleittechnik heran kommt, desto seltener werden mobile Lösungen eingesetzt“, so die Erfahrung von Klettner.

In vielen Anlagen sind dank steigendem Automatisierungsgrad heute schon nur noch wenige, manchmal auch gar keine manuellen Eingriffe mehr nötig. Die Anlage läuft über einen weiten Zeitraum alleine. Der Anlagenfahrer wird nur noch bei Situationen, die nicht der Standardfahrweise entsprechen, eingreifen. Für den Betreiber ist diese Entwicklung ein großer Fortschritt.

Mobile Lösungen werden mehr und mehr zu Assistenzsystemen. Weiter geht’s auf der nächsten Seite.

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