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Nicht zu verleugnen ist jedoch, dass den Anlagenfahrern dadurch ein gewisses Gefühl für die Anlage verloren geht. Kommt es zu einem Problem, können gut aufbereitete mobile Lösungen eine echte Hilfe leisten. „Mobile Lösungen werden mehr und mehr zu Assistenzsystemen“, ist sich Klettner daher sicher. Nur diese könnten den Mitarbeitern vor Ort die notwendigen Informationen zur Verfügung stellen und eine effiziente und qualitativ hochwertige Abwicklung garantieren. „Dabei kommt es insbesondere auf die richtige Bereitstellung von Daten an einem bestimmten Punkt in der Anlage an, insbesondere bei komplexen Anlagen oder beim Einsatz von betriebsfremden Personal“, so Klettner.
Mobile Instandhaltung
Instandhaltung 4.0 – Kommt die Mobilmachung für die Maintenance?
Klar ist auch: Je größer und verzweigter eine Anlage ist, desto größer ist der Nutzen, den man aus den mobilen Technologien ziehen kann. Gleichzeitig wird die Umsetzung umso schwieriger. Ohne ein sauberes Betriebskonzept ist solchen neuen Technologien kein Erfolg beschieden. Dabei sieht Klettner nicht nur Potenzial für mobile Technologien in den großen kontinuierlichen Anlagen, sondern auch bei Batch-Anlagen: „Hier liefern mobile Lösungen neue Ideen für die betriebsinterne Logistik oder auch bei der Rezepturverwaltung.“
Nutzerakzeptanz stärken
Bei der Umsetzung von mobilen Anwendungen steht die Nutzerakzeptanz klar im Vordergrund. Maßgeblich wird dieses Thema durch die Hardware bestimmt. „Allerdings laufen in der Praxis gerade in ex-geschützen Bereichen viele Anwender immer noch mit dem Modell Backstein herum“, beschreibt Klettner den Alltag, der durchaus Verständnis dafür hat, dass ein Handwerker nicht ein mehrere hundert Gramm schweres Smartphone durch die Anlage tragen möchte. „Durch die Ex-Ausstattung hinken die Innovationszyklen der Automatisierungstechnik natürlich hinter denen in der IT-Branche her“, so Klettner.
Dennoch – davon ist Klettner fest überzeugt – werden sich solche Hemmschuhe technologisch lösen lassen. So gibt es inzwischen innovative und nutzerfreundlichere Geräte, die aber unter einem anderen Betriebssystem, sprich Android, laufen. Ohne Zweifel sind solche Technologien eine neue Herausforderung für die Automatisierer, die man aber annehmen und nicht von vorneherein abblocken sollte. Noch vor ein paar Jahren hätte man gedacht, dass Android in der Automatisierungswelt der Prozessindustrie undenkbar wäre. Es hat sich aber gezeigt, dass mit einem ganzheitlichen Sicherheitskonzept auch eine Android-Lösung einsetzbar ist.
Weitere Voraussetzungen für den breiten Einsatz mobiler Geräte sind entsprechende Bedienoberflächen. Was dabei zu beachten ist, erfahren Sie auf der nächsten Seite.
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