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Geringe Wartungsaufwendungen
Die Wärmerad-Aufnahmegehäuse werden entsprechend der Beanspruchung ausgeführt. Die Speichermassen werden im Rahmen gelagert, um die Lasten bestmöglich aufzunehmen. Diese sind temperaturbeständig und dauergeschmiert ausgeführt. Der Wartungsaufwand beschränkt sich im Wesentlichen auf eine maximal achtstündige Jahresinspektion. Systembedingt wird die Speichermasse gegen den Rahmen gedichtet. Dies geschieht durch eine Ringdichtung, die entweder mit einem fixen Spalt eingestellt, als einfaches Labyrinth ausgeführt oder als Schleifdichtung installiert wird. Je nach Beanspruchung erfolgt die Materialwahl und reicht von einfachem Filz über Gummi und Sonderkunststoffen bis zu Graphit- oder Silikatfasermaterialien. An der Trennung der beiden Gasströme wird eine angestellte Dichtung verwendet, die einen definierten Spalt ausbildet. Die Mitrotationsluft und Spaltluft an der Kanaltrennung (Speichermassetrennung) vermeidet die Verwendung einer Spülkammer oder spezielle gegebenenfalls auch ventilatorgestützte Dichtungs- und Spülluftsysteme. Je nach Druckverhältnissen, Dichtungssystem, Volumenstrom, Raddurchmesser und Bauart, reicht die Leckage von wenigen Promille bis zu einigen Prozent.
Liegt die Außenlufttemperatur unterhalb der Taupunkttemperatur der Abluft, entsteht abluftseitig Kondensat, das je nach Absoluttemperatur der Abluft auch zu einem Feuchteübertrag in die Prozesszuluft führen kann. Bei hohen Prozesslufttemperaturen und moderaten Abluftfeuchten ist dieser Übertrag aber sehr gering und hat in keiner Anlage zu einem negativen Ergebnis geführt. Eine solide Anlagenplanung kann sowohl die Leckagen als auch den Feuchteeintrag problemlos minimieren.
Fazit
Der Wärmerückgewinner erzeugt zwar Kosten durch seine Anschaffung und durch seinen Betrieb. Doch laut der TIG Group amortisieren sich Anlagen der Klimatechnik mit der zuvor angeführten geringen Temperaturspreizung und der niedrigen Betriebszeit innerhalb von 1,5 bis zu drei Jahren, in der Industrieanwendung liegen die Amortisationszeiten mit weniger als einem Jahr deutlich darunter. Neben der Betriebskostensenkung ist die Anlage eine Investition in die Umwelt und die Verfügbarkeit der beschränkten Ressourcen.
* Der Autor ist Mitarbeiter der Wessel-Umwelttechnik GmbH, ein Unternehmen der TIG Group, Hamburg.
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