CapEx-Kostenschätzung für Pharmaanlagen
Historische Daten als belastbare Grundlage für Investitionen

Ein Gastbeitrag von Dr. Ralf Kehlenbeck, Global Head of Project Management Office und Dr. Mirela Tsagkari, Senior Manager CapEx Cost Estimating bei Boehringer Ingelheim 6 min Lesedauer

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Pharmazeutische Produktionsanlagen kosten schnell mehrere Millionen Euro. Die Entscheidung über ihren Bau muss jedoch häufig fallen, bevor das endgültige Design feststeht. Klassische Kostenschätzverfahren stoßen hier oft an Grenzen. Ein eigenes CapEx-Framework von Boehringer Ingelheim nutzt historische Projektdaten und KI-gestützte Datenauswertung für verlässlichere Entscheidungen.

Boehringer Ingelheim hat die Kostenschätzung als eigenständige Disziplin innerhalb seiner globalen CapEx-Organisation aufgebaut. So können Investitionsentscheidungen schneller und verlässlicher getroffen werden.(Bild:  Boehringer Ingelheim)
Boehringer Ingelheim hat die Kostenschätzung als eigenständige Disziplin innerhalb seiner globalen CapEx-Organisation aufgebaut. So können Investitionsentscheidungen schneller und verlässlicher getroffen werden.
(Bild: Boehringer Ingelheim)

Wer eine pharmazeutische Produktionsanlage plant, kalkuliert gegen eine Reihe von Unbekannten. GMP-Anforderungen, hochspezialisierte Anlagen und der Zeitdruck bis zum Marktstart lassen wenig Spielraum für grobe Kostenschätzungen. Gleichzeitig muss die Investitionsentscheidung oft getroffen werden, bevor der Produktionsprozess endgültig feststeht.

Andernfalls könnte sich die Markteinführung eines neuen Produkts verzögern. Für das Management stellt sich daher früh die Frage, ob eine Anlage wirtschaftlich ist – und wenn ja, an welchem Standort sie gebaut werden sollte. Preisstrukturen, Arbeitskosten, regulatorische Anforderungen und Marktzugänge können sich zwischen den USA, Asien und Europa erheblich unterscheiden.