Energiekosten in der Prozessindustrie
Warum der Standort über die Stromrechnung entscheidet und was Anlagenbetreiber daraus machen können

Von Philip Gutschke, stellevertretender Geschäftsführer und Bereichsleiter für Unternehmensentwicklung & Energiebeschaffung bei Wattline 5 min Lesedauer

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Ein neuer Gewerbestrom-Report zeigt: Zwischen teuerstem und günstigstem Bundesland liegen 17 Prozentpunkte. Für stromintensive Chemie- und Pharmabetriebe wird die Beschaffungsstrategie damit zum entscheidenden Hebel gegen steigende Kosten.

Rund um die Uhr am Netz: Die Prozessindustrie läuft ohne Pause und mit ihr die Stromrechnung.(Bild:  Gemini / KI-generiert)
Rund um die Uhr am Netz: Die Prozessindustrie läuft ohne Pause und mit ihr die Stromrechnung.
(Bild: Gemini / KI-generiert)

In der Prozessindustrie läuft Strom rund um die Uhr. Er treibt Pumpen, Verdichter und Kälteanlagen und übernimmt zunehmend die Wärme, die früher aus Gas kam. Damit entscheidet der Strompreis unmittelbar über Stückkosten und Wettbewerbsfähigkeit eines Standorts. Wie stark dabei die Region die Rechnung prägt, war für den Mittelstand lange kaum belegbar. Und wie viel sich davon steuern lässt, wird im Anlagenbetrieb bis heute unterschätzt.

Erstmals belastbare Vergleichszahlen für den Mittelstand

Für Privathaushalte gibt es seit Jahren regionale Strompreisvergleiche. Kleine und mittlere Unternehmen tappten bei dieser Frage bislang im Dunkeln, weil eine belastbare Datenbasis fehlte. Wie viel eine Branche in einer bestimmten Region tatsächlich zahlt, zeigt eine branchenübergreifende Auswertung von wattline, in der die Energiedaten von über 26.000 Betrieben aus zwölf Branchen und allen 16 Bundesländern erfasst wurden.