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Kontinuierlicher Granulation und Trocknung Generikahersteller setzt auf Kontiproduktion

Redakteur: Anke Geipel-Kern

Der Einsatz der Kontigranulation in der deutschen Pharmaproduktion kommt voran. L.B. Bohle Maschinen und Verfahren hat erfolgreich eine kontinuierliche Granulation und Trocknung bei eine deutschen Generikahersteller installiert und den FAT bestanden.

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(Bild: L.B. Bohle)

Mitte Oktober war es so weit: Nach elfmonatiger Projektzeit hat ein deutscher Generikahersteller den FAT (Factory Acceptance Test) des QbCon WGeinen kontinuierlichen Feuchtgranulierer und Trockner – erfolgreich abgenommen.

„Die neue Anlage ermöglicht einen Durchsatz von 25 kg/h pro Stunde und ist für die kontinuierliche Produktion ausgelegt“, berichtet Tim Remmert, Geschäftsführer Vertrieb der L.B. Bohle Maschinen und Verfahren. Somit könne die Anlage quasi ohne Unterbrechungen produzieren und einen hohen Durchsatz generieren.

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Der Anteil an kontinuierlich arbeitenden Anlagen in der Pharmaproduktion ist aktuell noch gering. Zurzeit wird überwiegend in klassischen Batch- bzw. Chargenproduktionen hergestellt. In den letzten Jahren steigt allerdings die Nachfrage nach kontinuierlich arbeitenden Anlagen immens.

Mit den verschiedenen Lösungen für die Trocken- und Feuchtgranulation sowie die Trocknung und das Tablettencoating sei das Unternehmen am Markt topplatziert, erklärt Thorsten Wesselmann (Geschäftsführer Technik). Neben den Einzelkomponenten biete man Lösungen zur Herstellung von beschichteten Tabletten über die Trocken- bzw. Feuchtgranulation oder die Direktverpressung an.

Die neue Anlage ermöglicht einen Durchsatz von 25 kg/h pro Stunde und ist für die kontinuierliche Produktion ausgelegt „Der Trockner ist von uns erfolgreich patentiert worden“, betont Remmert. Mit dieser Innovation sei man Wettbewerbern weit voraus, da L.B. Bohle als einziger Anbieter einen echt-kontinuierlichen Prozess realisieren können. Die Wettbewerber können lediglich in Subchargen produzieren und hat oftmals Probleme mit verblockten (verstopften) Filtern, erklärt Remmert weiter.

Die Entwicklung und Herstellung dieser vollkommen neuen Anlage war auch für L.B. Bohle eine Herausforderung: Nicht nur die Aufgabenstellung, sondern auch das Zeitfenster zur Konzipierung und Fertigstellung forderte das Bohle-Team. „Wir haben wieder einmal bewiesen, dass wir komplexe Herausforderungen mit Know-how und einer herausragender Teamleistung lösen können“, hebt Thorsten Wesselmann die Kombination aus Wissen und Kooperation hervor. „Unser Kunde hat in den Gesprächen stets betont, dass unser Projetktteam und die damit verbundene Kompetenz ein wichtiger Faktor bei der Auftragsvergabe war.“

Nach erfolgter Demontage wird die kontinuierliche Produktionsanlage in Kürze an ihrem neuen Produktionsstandort aufgestellt. Die Produktion von Schmerzmitteln soll auf Qbcon WG im 1. Quartal 2021 starten.

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