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Instandhaltung im Kühlturm Frühjahrsputz im Kühlturm: So behalten Sie einen kühlen Kopf

| Redakteur: Dominik Stephan

Regelmäßige Reinigung im Kühlturm ist gerade nach Stillstandzeiten Pflicht. Legionellen, Keime und Verkalkung: Welche Gefahr geht von schlecht gepflegten Verdunstungskühlanlagen aus und wie können Betreiber gegensteuern?

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(Bild: Veolia/ Anthony Jay Villalon)

Wenn über Infektionen durch Legionellen berichtet wird, ist die Ursache häufig auf verunreinigte Kühlanlagen zurückzuführen. Denn das im Kühlkreislauf teilweise erwärmte Wasser bietet Keime und Mikroorganismen gute Wachstumsbedingungen. Diese können durch Aerosole freigesetzt werden, welche dann eine große Gefährdung darstellen und schwerwiegende Lungenerkrankungen (Legionellose) auslösen können. Legionellen gelangen beispielsweise über Wassertröpfchen in die Luft und verteilen sich dort. Bei bestimmten Wetterlagen, können sie über mehrere hundert Meter getragen werden. Die Folgen können drastisch sein: Mitarbeiter, aber auch Anwohner im Umfeld der Anlage, die diese Aerosole einatmen, können an einer schweren Lungenentzündung erkranken. Im Extremfall kann eine solche Legionellose tödlich sein.

Dagegen hilft nur Sauberkeit und Pflege der Kühleinrichtung: Mit der regelmäßigen Reinigung und Desinfektion, insbesondere bei saisonal betriebenen Anlagen, entsprechen Betreiber den Empfehlungen, die aus der 42. BImSchV und der VDI 2047 hervorgehen. „Die regelmäßige Reinigung von Kühlanlagen hilft, das Risiko einer Verkeimung zu minimieren“, erklärt Jens Hoffmeister, Leiter Service bei Veolia Water Technologies.

„Außerdem zahlt sich die vorbeugende Wartung aus: optimal eingestellte Anlagen und regelmäßig gereinigte VKA benötigen weniger Chemikalien, ein effizienterer Wärmeübergang spart Energie und verbessert die Ökobilanz.“ Der Wasserspezialist bietet eine Reihe von Diesntleistungen für Verdunstungskühlanlagen und Kühltürme, von der Systemsanierung bis zum Service.

Idealbedingungen für Keime und Co.

Dabei geht es nicht nur um die Gesundheit: In Kühlanlagen entstehen durch chemisch-physikalische Prozesse unerwünschte Kalkablagerungen. Dazu kommen noch äußere Umwelteinflüsse durch Pollen, Staub oder andere Verunreinigungen. So siedeln sich leicht Biofilme an und bilden einen idealen Nährboden für gefährliche Keime. Diese Ablagerungen erhöhen den Wärmewiderstandswert im Rückkühlwerk. Als Resultat sinkt der Wirkungsgrad der Anlage, zugleich steigen der Energieaufwand und damit auch die Betriebskosten. Darüber hinaus nimmt über die Zeit das hygienische Risiko zu. Durch eine gezielte chemische- bzw. chemisch-wasserseitige Reinigung kann die Ausfallrate von Anlagenteilen drastisch reduziert werden.

Deswegen empfehlen Experten, den Kühlturm in der kalten Jahreszeit nach festem Plan reinigen zu lassen. Der Ausfall der Kühlleistung lässt sich dann für die Produktion gut einplanen und benötigt mitunter gar nicht die volle Kühlung zu diesem Zeitpunkt.

Sicher, sauber und sparsam

Wer das nicht alleine durchführen will, findet bei Industriedienstleistern und Technologiefirmen kompetente Partner: So bietet etwa Veolia im Rahmen seines Aquaservice-Angebots Anlagentechnik, Auswahl und Dosierung der Chemikalien bis hin zu Wartungsarbeiten nach der 42. BImSchV wie beispielsweise die vierteljährlich durchzuführende Kontrolle. Abgerundet wird der Service nun durch eine professionelle Kühlturmreinigung: Sie beinhaltet die Inspektion, Desinfektion und Passivierung sowie eine vorbeugende Instandhaltung. Auch als Sofortmaßnahme kann eine Reinigung durchgeführt werden, sollte ein Prüfwert der 42. BImSchV überschritten sein.

Nur saubere Kühltürme sind wirtschaftlich - und, noch wichtiger - auch sicher: Das mögliche Gefährdungspotential sollte Grund genug sein, über die Inspektion, Reinigung und vorbeugende Instandhaltung nachzudenken.

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