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400-Millionen-Euro-Investition Evonik ordnet Polyamid-Geschäft neu und legt Fokus auf Spezialmaterialien

| Redakteur: Alexander Stark

Evonik will sein Geschäft mit Hochleistungskunststoffen der Polyamid-Gruppe neu ordnen. Mit dem bereits gestarteten Bau des Polyamid-12-Anlagenkomplexes sowie der Produktionserweiterung von transparenten Polyamiden im Chemiepark Marl konzentriert das Spezialchemieunternehmen damit seine Aktivitäten auf Hochleistungsmaterialien. Im Zuge der Neuordnung wird sich der Konzern aus dem Polyphthalamid-Geschäft (PPA) am Standort Witten vollständig zurückziehen.

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Chemiepark Marl - Evonik ordnet sein Geschäft mit Hochleistungskunststoffen der Polyamid-Gruppe neu.
Chemiepark Marl - Evonik ordnet sein Geschäft mit Hochleistungskunststoffen der Polyamid-Gruppe neu.
(Bild: Evonik)

Essen – Mit der Neuordnung des Polyamid-Geschäfts will sich Evonik stärker auf Spezialmaterialien für Wachstumsmärkte konzentrieren. Hierzu gehören nach den Worten von Dr. Ralf Düssel der Leichtbau, die additive Fertigung oder Komposite. Der Leiter des Geschäftsgebiets High Performance Polymers, sieht darin eine stärkere Fokussierung auf die Entwicklung von anspruchsvollen Speziallösungen.

Mit der rund 400 Millionen Euro größten Investition von Evonik in Deutschland wird der Konzern seine Gesamtkapazität für PA 12 um mehr als 50 % erhöhen. Im Chemiepark Marl in Nordrhein-Westfalen entstehen dazu neben der dort bereits bestehenden PA 12 Produktion zusätzliche Anlagen für das Polymer und seine Vorstufen. Der Anlagenkomplex soll im ersten Halbjahr 2021 in Betrieb gehen.

Gleichzeitig baut das Unternehmen ebenfalls im Chemiepark Marl seine Produktion von transparenten Polyamiden aus. Die Fertigstellung der Produktionserweiterung ist für das erste Quartal 2020 geplant. Damit wird das Spezialchemieunternehmen seine Gesamtkapazitäten für das Hochleistungsmaterial verdoppeln.

Im weiteren Schritt der Neuordnung seines Polyamid-Geschäfts wird bis Ende des ersten Quartals 2020 die Produktion und den Vertrieb von Polyphthalamid am Standort Witten eingestellt. Die Mitarbeiter aus dem PPA-Betrieb werden am Standort Marl übernommen und bei der neuen PA 12-Produktion beschäftigt.

Die biobasierten Polymere der Terra-Gruppe bleiben im Geschäftsportfolio und ergänzen weiterhin die nun neugeordnete Produktpalette an Hochleistungskunststoffen.

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