80-Millionen-Euro-Projekt Evonik erweitert Biotechnologie-Kapazitäten in der Slowakei

Quelle: Evonik 2 min Lesedauer

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Die Bauarbeiten laufen: Für rund 80 Millionen Euro erweitert Evonik seine Biotechnologieproduktion in der Slowakei. Der Ausbau soll die Auftragsfertigung für Pharmakunden stärken und rund 50 neue Arbeitsplätze schaffen.

Von links nach rechts: Heiko Mennerich (Head of Next Generation Technologies at Evonik); Marco Trisciuzzi (Managing Director of the German-Slovak Chamber of Commerce); Guido Skudlarek (Head of Evonik Health Care Business Line); Lauren Kjeldsen (Member of the Executive Board of Evonik and Chief Operating Officer Custom Solutions); Ondrej Lunter (Regional President of the Banská Bystrica Self-Governing Region); Miroslav Havlik (General Manager of Evonik Fermas s.r.o.); Roland Lamper (Mayor of Slovenská Ľupča)(Bild:  Samuel Galici)
Von links nach rechts: Heiko Mennerich (Head of Next Generation Technologies at Evonik); Marco Trisciuzzi (Managing Director of the German-Slovak Chamber of Commerce); Guido Skudlarek (Head of Evonik Health Care Business Line); Lauren Kjeldsen (Member of the Executive Board of Evonik and Chief Operating Officer Custom Solutions); Ondrej Lunter (Regional President of the Banská Bystrica Self-Governing Region); Miroslav Havlik (General Manager of Evonik Fermas s.r.o.); Roland Lamper (Mayor of Slovenská Ľupča)
(Bild: Samuel Galici)

Am Standort Slovenská Ľupča in der Slowakei haben die Bauarbeiten für die Erweiterung der Biotechnologieproduktion von Evonik begonnen. Das Unternehmen investiert rund 80 Millionen Euro, um seine Biotechnologiekompetenzen auszubauen und das Angebot zur Auftragsfertigung pharmazeutischer Wirkstoffe zu erweitern. Die Fertigstellung ist für Anfang 2028 vorgesehen.

Die Investition umfasst modernste Downstream-Fermentationstechnologie am Standort, die die Kapazitäten für die Entwicklung und Herstellung komplexer pharmazeutischer Zwischenprodukte erweitern wird. Evonik schafft mit dem Ausbau etwa 50 neue Arbeitsplätze und stärkt damit weiter den Standort in der Slowakei als eines der zentralen Biotechnologiezentren des Konzerns.

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„Heute gehen wir einen wichtigen Schritt auf unserem strategischen Weg, unsere Biotechnologieplattform auszubauen und unsere Kunden mit innovativen, skalierbaren und nachhaltigen Produktionslösungen zu unterstützen“, sagte Lauren Kjeldsen, Mitglied des Evonik-Vorstands und Chief Operating Officer im Segment Custom Solutions, zu dem das Geschäft gehört. „Die Biotechnologie zeigt, wie wirtschaftliches Wachstum und Nachhaltigkeit Hand in Hand gehen können.“

Biotechnologie spielt eine zunehmend wichtige Rolle in der pharmazeutischen Produktion. Denn sie ermöglicht die Herstellung komplexer Moleküle mit Hilfe fortschrittlicher Fermentationsprozesse. Im Vergleich zur herkömmlichen chemischen Synthese bieten fermentationsbasierte Verfahren oft eine nachhaltigere Alternative für ausgewählte Zwischenprodukte, da sie den Bedarf an organischen Lösungsmitteln reduzieren und prozessbedingte Abfälle minimieren. Der Standort Slovenská Ľupča wird bereits vollständig mit grüner Energie betrieben und nutzt in einigen Produktionsprozessen erneuerbare und als nachhaltig zertifizierte Rohstoffe.

„Diese Investition zeigt das Vertrauen des Konzerns in die Biotechnologie und in die Slowakei als Standort, an dem Innovationen in industrielle Produkte im großen Maßstab umgesetzt werden“, sagte Miroslav Havlik, Geschäftsführer von Evonik Fermas.

Zweite Großinvestition in den letzten Jahren

Die Erweiterung knüpft an mehr als drei Jahrzehnte Fermentationskompetenz bei der slowakischen Tochterfirma Evonik Fermas an. Der Standort, der 1992 gegründet wurde, hat sich von der Aminosäureproduktion zu einem Biotechnologie-Produzenten entwickelt, der die Pharma-, Kosmetik-, Ernährungs- und Spezialchemieindustrie bedient. In den vergangenen Jahren wurde Slovenská Ľupča zu einem Schlüsselstandort für die Biotechnologieaktivitäten von Evonik, an dem die weltweit erste industrielle Produktionsanlage für Biotenside auf Basis von Rhamnolipiden entstand. Darüber hinaus pflegt der Standort enge Beziehungen zu lokalen Universitäten, um ein starkes Netzwerk qualifizierter Ingenieure zu sichern und ein agiles Ökosystem für Innovationen zu unterstützen.

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