Dechema-Forum Erfolgreicher Methodentransfer statt „lost in translation“

Ein Gastbeitrag von Dr. Kathrin Rübberdt, Bereichsleiterin Wissenschaft & Industrie, Dechema 1 min Lesedauer

Anbieter zum Thema

Wie kommen neue Entwicklungen aus den Hochschulen in die industrielle Anwendung? Diese Frage beschäftigt die „große Politik“ derzeit in fast jeder Diskussion, in der es ansatzweise um Forschung und Innovation geht: Wie teuer sind die Brücken über das „Valley of Death“, wer finanziert den Scale-up eines neuen Verfahrens, wer trägt die Risiken einer Investition in Innovation?

Dr. Kathrin Rübberdt, Bereichsleiterin Wissenschaft & Industrie, Dechema(Bild:  Dechema)
Dr. Kathrin Rübberdt, Bereichsleiterin Wissenschaft & Industrie, Dechema
(Bild: Dechema)

Doch die Hürden liegen nicht nur in den großen Industrialisierungsprojekten und auch nicht nur beim Geld. Die Erfahrung zeigt, dass auch bei kleinen, bilateralen Projekten zwischen Hochschulen oder Forschungseinrichtungen und industriellen Partnern manche Innovation versandet. Woran das liegt und wie Abhilfe geschaffen werden kann, hat die DECHEMA/VDI-Fachgruppe „Modellgestützte Prozessentwicklung und -optimierung“ (MPO) in einer neuen Praxishilfe zusammengefasst.

Ob Stoffdatenabschätzung, Prozessmodellierung oder fortgeschrittene mathematische Optimierung: Moderne Verfahrenstechnik ist ohne methodische Werkzeuge nicht denkbar. Doch der Übergang aus dem akademischen Prototypenstatus in eine robuste, dauerhaft nutzbare Industrielösung scheitert häufig an grundlegenden Rahmenbedingungen: Die Ziele (und Zielvorgaben) der Partner unterscheiden sich ebenso wie die Zeithorizonte, akademische Neugier trifft auf den Bedarf nach zuverlässigem Routinebetrieb.

Die Praxishilfe benennt zentrale Einflussfaktoren, die über Erfolg oder Scheitern entscheiden können. Dazu gehören z.B. die Akzeptanz bei den Anwendern, klare Zuständigkeiten und Budgets für die gesamte Lebensdauer einer Methode, ein robustes Softwareengineering und die Nutzerfreundlichkeit.

Wer die Praxishilfe und die zugehörige Checkliste benutzt, kann Hürden frühzeitig umgehen, aktiv ansprechen und Prozesse etablieren, die die Einführung und Verstetigung sicherstellen. Und wer im Kleinen Erfahrungen gesammelt hat, unterschiedliche Perspektiven zu berücksichtigen und anhand gemeinsamer Interessen zusammenzuführen, dem gelingt dies auch leichter beim nächsten „großen“ Innovationsprojekt.

Das Papier ist kostenfrei verfügbar unter dechema.de/Methodentransfer; DOI: 10.83455/202606METHODS.

(ID:50937975)

Jetzt Newsletter abonnieren

Verpassen Sie nicht unsere besten Inhalte

Mit Klick auf „Newsletter abonnieren“ erkläre ich mich mit der Verarbeitung und Nutzung meiner Daten gemäß Einwilligungserklärung (bitte aufklappen für Details) einverstanden und akzeptiere die Nutzungsbedingungen. Weitere Informationen finde ich in unserer Datenschutzerklärung. Die Einwilligungserklärung bezieht sich u. a. auf die Zusendung von redaktionellen Newslettern per E-Mail und auf den Datenabgleich zu Marketingzwecken mit ausgewählten Werbepartnern (z. B. LinkedIn, Google, Meta).

Aufklappen für Details zu Ihrer Einwilligung