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Prozessdampferzeuger Eon nimmt Prozessdampfanlage am größten europäischen Dow-Standort in Betrieb

| Redakteur: MA Alexander Stark

Im niederländischen Terneuzen hat Eon im Auftrag von Dow einen Prozessdampferzeuger gebaut und jetzt in Betrieb genommen. Im Zuge einer langfristigen Partnerschaft wird das Energieunternehmen die Anlage als Eigentümerin 15 Jahre betreiben. Rund 30 Millionen Euro hat der deutsche Konzern in das Projekt investiert.

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Der neue von Eon betriebene Kessel soll die betriebliche Flexibilität der Strom- und Dampfinfrastruktur am Standort Terneuzen in Holland erhöhen.
Der neue von Eon betriebene Kessel soll die betriebliche Flexibilität der Strom- und Dampfinfrastruktur am Standort Terneuzen in Holland erhöhen.
(Bild: Eon)

Terneuzen/Niederlande – Terneuzen ist der größte Produktionsstandort von Dow außerhalb der USA. Dort produziert der Konzern chemische Zwischenprodukte und Kunststoffe, die als Grundstoffe in anderen Branchen zu Verpackungen, Beschichtungen oder Schäumen weiterverarbeitet werden. An diesem wichtigen Standort hat das Unternehmen Eon mit dem Bau und Betrieb einer Anlage zur Prozessdampferzeugung beauftragt. Das Energieunternehmen betreibt den Prozessdampferzeuger zur Unterstützung der bestehenden Kraftwerke und verantwortet eine wichtige Komponente der intelligenten Energieinfrastruktur am Standort.

Die auf den Standort zugeschnittene Anlage verwertet Restgase der Dow-Produktion, die bis zu 45 % Wasserstoff enthalten. Durch die Nutzung der Rauchgaswärme ist die Anlage hocheffizient und erreicht einen thermischen Wirkungsgrad von 95 %. Dank der fortschrittlichen Technologie werden die strengen neuen Grenzwerte für den Ausstoß von Stickoxiden sicher eingehalten. Eon hat den Großkessel als Rennpferd unter den Prozessdampferzeugern konzipiert. Er kann in weniger als fünf Minuten seine Leistung von 50 Tonnen Dampf je Stunde (t/h) auf seine Maximalleistung in Höhe von 350 t/h hochfahren. Die Anlage dient somit auch als Puffer und garantiert jederzeit stabile Produktionsprozesse.

Der neue Kessel soll die betriebliche Flexibilität der Strom- und Dampfinfrastruktur am Standort Terneuzen erhöhen. Dow Terneuzen erhofft sich dadurch flexibler auf Entwicklungen am Strommarkt reagieren zu können, einschließlich einer erhöhten Verfügbarkeit an erneuerbaren Alternativen. Außerdem kann das Unternehmen die Nebenprodukte aus dem Cracking-Prozess noch besser nutzen, wodurch dieser nachhaltiger wird.

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