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Schlammentwässerung

Entwässerung neu gedacht: Mehr Leistung bei weniger Verbrauch in der zentrifugalen Schlammentwässerung

| Autor/ Redakteur: Sven Bedö, Nils Engelke, Wolfgang Steiger* / M.A. Manja Wühr

Die Schlammentwässerung in kommunalen Kläranlagen verlangt eine effiziente Verarbeitung, um die Entsorgungskosten des entwässerten Schlamms so gering wie möglich zu halten. Dabei müssen Polymer- und Energieverbrauch niedrig gehalten werden. Mit einer neuen Maschinengeneration setzt der Trenntechnikspezialist Flottweg hier nun neue Maßstäbe.

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Entwässerungsergebnis konventionelle Baureihe im Vergleich zur Xelletor-Baureihe. Versuchsbedingungen in der Kläranlage Rosenheim.
Entwässerungsergebnis konventionelle Baureihe im Vergleich zur Xelletor-Baureihe. Versuchsbedingungen in der Kläranlage Rosenheim.
(Bild: Flottweg; Quelle: Flottweg; Grafik PROCESS)

Schon seit Langem haben sich Dekanterzentrifugen bei der Entwässerung von Klärschlamm fest etabliert. Diese Industriezentrifugen bieten mehrere Vorteile. Neben einer sehr guten Entwässerungsleistung, auch bei Schwankungen im Zulauf (Sommer-/Winterbetrieb), erreichen diese Maschinen einen hohen Abscheidegrad.

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Mittlerweile haben sich diese Maschinen an die physikalischen Grenzen der Entwässerbarkeit angenähert. Auf der Jagd nach der maximalen Trenneffizienz wurde das bestehende Zentrifugenkonzept von den Flottweg Ingenieuren und Technikern radikal hinterfragt. Das Resultat ist die Xelletor-Baureihe. Eine Maschine, die die bisherige Leistungsfähigkeit nochmals deutlich toppt.

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Mehr zur neuen Xelletor-Baureihe erfahren Sie imYoutube-Video.

Kostenfaktor Entsorgung

Kläranlagenbetreiber sind bei der Schlammentwässerung mit mehreren Herausforderungen konfrontiert. Zum einen wird ein möglichst hoher Trockensubstanzgehalt im entwässerten Schlamm angestrebt; gleichzeitig soll der Einsatz von polymerem Flockungsmittel so niedrig wie möglich gehalten werden. Zum anderen soll die abgetrennte Flüssigkeit möglichst klar ausgetragen werden, das bedeutet einen hohen Abscheidegrad der ungelösten Feststoffe. Dadurch wird eine Rückbelastung in die anderen Reinigungsstufen der Kläranlage vermieden.

Das Entwässerungsergebnis hängt stark von den Eigenschaften des zu behandelnden Schlamms ab. Die bestehende Dekanterbaureihe von Flottweg erreicht bereits sehr gute Ergebnisse. In Vergleichstest mit dem Xelletor-System konnten diese deutlich verbessert werden. Das neue Maschinenkonzept erreicht eine höhere Trockensubstanz. Dies reduziert die Schlammmenge deutlich. Bis zu zehn Prozent Einsparung bei den Schlammentsorgungskosten sind möglich. Die Abscheideraten bleiben konstant über 99 Prozent d.h., es sind nahezu keine Feststoffe mehr in der abgetrennten Flüssigkeit zu sehen.Unter Versuchsbedingungen in der Kläranlage Rosenheim konnte mit dem Xelletor, gegenüber der konventionellen Hochleistungsbaureihe, sogar über zwei Prozent mehr Trockensubstanz erreicht werden. Konkret bedeutet das für den Betreiber:

Für Kläranlagen einer Großstadt wie Hamburg, Köln oder München fällt eine Menge an Nassschlamm zur Entwässerung mit drei Prozent Trockensubstanz (ca. 500 000 m3/a) an. Mit dem bisherigen Maschinenstandard konnten 59 100 t/a an entwässertem Schlamm mit 25 Prozent Trockensubstanz erzielt werden. Die Xelletor-Baureihe schafft nun 54 700 t/a mit 27 Prozent Trockensubstanz. Das ergibt eine Differenz von 4400 t/a. Kläranlagen müssen also rund 4400 t weniger Schlamm entsorgen. Bei Entsorgungskosten von rund 70 Euro/t werden jährlich 308 000 Euro eingespart.

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