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Keramische Kerzenfilter mit Katalysator

Eine Anlage statt drei: Abscheiden von Partikeln und sauren Gasen

| Redakteur: Alexander Stark

Gea hat einen Hochtemperaturpartikelfilter mit Keramikelementen entwickelt, der durch eine integrierte Katalysatormatrix die Entfernung von Stickoxiden (NOx), Dioxinen, Quecksilber und VOC ermöglichen soll. Der Bis-Cat-Keramikfilter ist chemisch inert und korrosionsbeständig. Somit ist laut Hersteller für viele Anwendungsfälle anstatt drei nur eine einzige Anlage notwendig.

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Das Bis-Cat-System von Gea: ein keramischen Kerzenfilter mit Katalysator.
Das Bis-Cat-System von Gea: ein keramischen Kerzenfilter mit Katalysator.
(Bild: Gea )

Düsseldorf – Die Partikelabscheidung erfolgt mit Hilfe von Filterelementen aus mineralischen Fasern, der sogenannten Keramikkerze. Diese Kerzen seien bewährt und selbst bei Änderungen der Betriebsparameter, insbesondere mit hohen Gastemperaturen, sehr flexibel einsetzbar, erklärt Unternehmen mit. Rauchgase müssten nicht gekühlt werden, es gehe somit keine thermische Energie verloren.

Die Filterelemente werden während des Betriebs durch Druckluftstöße vom abgeschiedenen Staub gereinigt. Die von Gea entwickelten ein- oder mehrteiligen Gehäuse ermöglichen eine Filterlänge von maximal sechs Metern. Dadurch können auch große Gasvolumenströme gereinigt werden. Der Aufbau der Anlage erlaubt eine Wartung der einzelnen Elemente bei laufendem Betrieb. Durch Injektion von kalkbasierten Reagenzien können auch anorganische Schadstoffe wie HF, HCl, SOx gebunden werden. Der Hersteller hat die Keramikfilterelemente weiterentwickelt und mit einem Katalysator angereichert. Neben Partikel und sauren Gasen können so nach vorheriger Einspritzung von Ammoniak Stickoxide effektiv abgeschieden werden. Dadurch wird der herkömmliche selektive Katalysatorreaktor (SCR) ersetzt.

Das Filtersystem kombiniert somit die drei Prozessstufen Entstaubung, Abscheidung von sauren Komponenten und Reduzierung von Gesamtkohlenwasserstoffen (Total Hydrocarbons, THC) und Stickoxiden (NOx) in einer Einheit. Anwendungsgebiete sind zum Beispiel in der Zement- und Glasindustrie, bei Verbrennungsanlagen, in Raffinerien und Röstereien.

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