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Dampfstillstand im Chemiepark Knapsack

Ein Jahr Planung für vier Tage ohne Dampf

| Redakteur: Wolfgang Ernhofer

Eine der über 50 Armaturen – diese wiegt annähernd eine Tonne – die ausgetauscht werden mussten.
Eine der über 50 Armaturen – diese wiegt annähernd eine Tonne – die ausgetauscht werden mussten. (Bild: Infraserv Knapsack)

Wegen Revisionsarbeiten stellte RWE die Dampfzufuhr zum Industriepark Knapsack zum ersten Mal seit 33 Jahren ab. Die Planungen für vier Tage ohne Dampf dauerten ein Jahr.

Hürth – Vier Tage ohne Dampfzufuhr vom Goldenberg Kraftwerk: Das stand unlängst im Chemiepark Knapsack an. „Dass die gesamte Dampfversorgung für beide Chemieparkteile abgestellt ist, das hatte es die letzten 33 Jahre so nicht gegeben“, erklärte Thomas Zak, Leiter des Segments Netze innerhalb der Ver- und Entsorgung der Infraserv Knapsack, der Betreibergesellschaft des Chemiestandortes.

Das Goldenberg Kraftwerk der RWE versorgt den Chemiepark jährlich mit rund 600.000 t Dampf. Den Dampf benötigen die ansässigen Produktionsbetriebe in erster Linie als Wärmelieferant für die Beschleunigung von Reaktionen, zur Beheizung der Gebäude und für die Warmwasserversorgung. Fünf Betriebe gingen gleichzeitig in den Stillstand, ein weiterer besitzt einen eigenen Kessel für die Dampfproduktion, und ein weiteres Unternehmen hatte eine mobile Versorgungsanlage aufstellen lassen, um den Dampfstillstand zu überbrücken und weiter produzieren zu können.

Das alles war natürlich von langer Hand vorbereitet worden und bedurfte einer engen Abstimmung zwischen den beteiligten Produktionsunternehmen und Versorgern, die bestens funktionierte.

Ersatzversorgung und Revisionsarbeiten

Im Rahmen einer TÜV-Überprüfung war dem Betreiber des Kraftwerks, dem RWE, aufgetragen worden, bestimmte Instandhaltungsmaßnahmen durchzuführen. Unter anderem musste ein Ventil in der Dampfhauptversorgungsleitung ausgetauscht werden. Der dafür notwendige Dampfstillstand war vor mehr als einem Jahr angekündigt und gemeinsam mit allen Beteiligten geplant worden. Ein Jour fixe war eingerichtet worden, und Zak und die Kollegen der Rohrnetzabteilung der Infraserv Knapsack trafen sich regelmäßig mit den Mitarbeitern des Engineerings und des Facility Managements, um eine Ersatzversorgung auf die Beine zu stellen und eigene Revisionsarbeiten zu planen.

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