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Green Technology Ecoduna startet Mikroalgenproduktion im industriellen Maßstab

| Redakteur: Alexander Stark

Nach erfolgreicher Forschung und Entwicklung hat Eparella auf einer Fläche von über 10.000 Quadratmetern eines der weltweit größten Mikroalgen-Wachstumssysteme gebaut. Insgesamt soll nach dem Vollausbau 2021 eine Kapazität von bis zu 300 Tonnen Biomasse produziert werden; in der derzeitigen Ausbaustufe sind es jährlich 100 Tonnen trockene Algenbiomasse. Die Baukosten betrugen 18 Millionen Euro.

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Mikroalgenproduktion im industriellen Maßstab
Mikroalgenproduktion im industriellen Maßstab
(Bild: Ecoduna)

Bruck an der Leitha/Österreich — Bereits heute werden mit Mikroalgen weltweit Umsätze in Milliardenhöhe erwirtschaftet. Durch ihren hohen Gehalt an hochwertigen Fettsäuren, natürlichen Farbstoffen und Proteinen, ist das Potential nach Auffassung von Eparella, einer Tochter der Ecoduna AG, noch längst nicht ausgeschöpft.

Ecoduna setzt mit der neu eröffneten Produktionsanlage für Mikroalgen in Bruck/Leitha auf rasch wachsende Märkte wie Nahrungs- und Nahrungsergänzungsmittel, Kosmetik und Pharmazie aus Mikroalgen. Bei Omega3 aus Fischöl sei für die nahe Zukunft durch verschiedene Faktoren mit einer Verknappung zu rechnen, so Managing Director Johann Karmel. Der dadurch stark wachsende Markt an Alternativen zum derzeitigen Fischölangebot könne durch die von Ecoduna hergestellten, hochreinen, veganen und GMO freien Omega3 Öle maßgeblich bedient werden. Weitere Inhaltsstoffe mit hohem Potential, in denen Mikroalgen als Ausgangsstoff dienen, sind Pigmente, Antioxidantien, Kohlenhydrate und Proteine, so Dr. Silvia Fluch, (COO).

Das Wettbewerbsumfeld

Derzeit kommt der Großteil der weltweiten Mikroalgenproduktion für den direkten Einsatz im Bereich Ernährung von ca. 90.000 Tonnen pro Jahr aus Ostasien, Australien und Nordamerika. In Europa und Afrika werden bisher nur kleine Mengen produziert. Der überwiegende Teil der globalen Produktion sind „Open-Pond-Qualtäten“. Diese Qualitäten sind aufgrund ihrer unkontrollierbaren Wachstumsbedingungen oft stark belastet, argumentiert Ecoduna. Daher sei asiatische Ware, die trotz Auslobung diverser Qualitätszertifikate oft nicht den in Europa geltenden Standards entspricht, nicht für die Weiterverarbeitung zu Lebensmittel geeignet.

Mikroalgen, Wasser, CO2 und Nährstoffe

Die patentierte Technologie ermöglicht die Herstellung von hochwertigem Algenpulver — biologisch und ressourcenschonend, so der Hersteller. Dr. Silvia Fluch beschreibt den Prozess als eine Industrie mit Sauerstoff als Abfallprodukt.

Mikroalgen sind einzellige Lebewesen, die sich bei idealer Versorgung mit CO2, Licht und Nährstoffen täglich einmal teilen und so, schneller als Landpflanzen, zu hochwertiger Biomasse mit wertvollen Inhaltsstoffen wachsen. Die Anlage kann verschiedenste Mikroalgensorten nach Kundenwunsch produzieren.

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Das patentierte Verfahren des österreichischen Unternehmens erlaubt die Produktion von Mikroalgen mit verbesserter Qualität: So werden die Mikroalgen in einer hochreinen Umgebung in einem geschlossenen, weitgehend kontaminationsfreien System, vermehrt. Ein Faktor, der von den anspruchsvollen Kunden besonders geschätzt werde, und womit sich der Hersteller von den Mitbewerbern abhebe, so Karmel.

Sechs Meter hohe Glasröhren

Die verwendeten Komponenten sind speziell für Mikroalgen entwickelte, sechs Meter hohe mit Algenkultur gefüllte Glasröhren. Der Transport der Algensuspension erfolgt durch einpumpenloses Verfahren, bei dem gleichzeitig auf die Bedürfnisse der Mikroalge abgestimmte Nährstoffe zugeführt werden. Ein exakt kalkuliertes Energiekonzept sowie eine moderne, schonende Erntetechnik zur Sicherstellung der Qualität sorgen für ein hochwertiges Endprodukt in einem einzigartigen Produktionssystem.

Bericht von Niederösterreich Fernsehen

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