Drucksensoren Drucksensoren bleiben wichtige Informationslieferanten für den Prozess

Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. Sabine Mühlenkamp / Dr. Jörg Kempf

Drucksensoren gehören zwar zu den am häufigsten eingesetzten Sensoren, trotzdem gehen sie harten Zeiten entgegen. Angesichts der unsicheren Märkte werden nur die Sensoren bestehen, die robust, zuverlässig und langzeitstabil arbeiten.

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Der elektronische Druckschalter mit Anzeige vom Typ PSD-30 von Wika wurde mit dem iF product design award ausgezeichnet.
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( Bild: Wika )

Auch wenn die allgemeine Wirtschafslage nicht dafür spricht: Mittelfristig erwartet eine Studie der ARC Advisory Group für Drucktransmitter ein moderates Wachstum im internationalen Markt. Begründet wird dies mit einer steigenden Nachfrage von Plant Asset Management Systemen und Sicherheitsanwendungen. Die jährliche Wachstumsrate (CAGR) wird mit 3,3 Prozent in den nächsten fünf Jahren angegeben. Der Markt umfasste 2,38 Milliarden Dollar in 2008 und soll bis 2013 auf 2,798 Milliarden wachsen.

Trotz dieser ermutigenden Aussichten kann die Druckmesstechnik an die vergangenen guten Wachstumsraten, die vor allem durch den starken Automatisierungsmarkt begründet waren, nicht anschließen. Die derzeitige Rezession wird den Markt daher erst einmal negativ beeinflussen. Dennoch gibt es kleine Lichtblicke, etwa der steigende Einsatz von intelligenten Transmittern, die von PAM-Systemen und drahtlosen Anwendungen forciert werden. Auch hat sich beispielsweise der Verkauf von multivariablen Transmittern seit 2004 verdoppelt. So lässt sich mit einem integrierten Temperatursensor Dichte und die Masse errechnen, was die Anwendungen erheblich erweitert. Zudem sind genauere Angaben zum Prozess möglich, da an ein- und derselben Stelle Druck und Temperatur in der Rohrleitung gemessen werden.

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Das größte Wachstum sehen die Analysten im Mittleren Osten wegen seiner hohen Konzentration an Öl- und Gasaktivitäten sowie in Asien, wo große Investionen in neue Anlagen geplant sind. In den gesättigten Märkten von Nordamerika und Westeuropa werden sich die Unternehmen auf den Ersatzteilmarkt konzentrieren müssen. Lateinamerika besitzt zwar ein überdurchschnittliches Wachstum, der Markt selbst ist jedoch relativ klein.

Mehrwert für den Anwender

Prinzipiell wird bei heutigen Sensoren Wert darauf gelegt, dass sie vielseitig und robust sind. Moderne Produktionsverfahren sorgen für eine höhere Genauigkeit und Zuverlässigkeit. Auch der Messbereich hat sich erweitert. Technisch geht der Trend zu kleineren, intelligenteren und kostengünstigeren Druckmessinstrumenten. „Jegliche Anstrengung weiterer Entwicklungen wird an der grundsätzlichen Ausrichtung der ‚Total Benefit of Usership‘ gespiegelt. Basis ist nach wie vor der RRAS-Ansatz, der für Robust, Reliable, Accurate und Stable steht“, gibt Ulrich Hüchtebrock, Produkt Marketing Feldinstrumentierung bei Yokogawa Deutschland, die technologische Richtung vor. „Technologische Trends, die diesen Ansatz besser umsetzen können als das bisherige Konzept bestehend aus digitalen Sensoren (DPharp) und einer nochmals optimierten Kapselkonstruktion, sehe ich derzeit nicht“, fällt das Urteil von Hüchtebrock nüchtern aus. „Der Erfolg von DPharp (Digital Pressure high accuracy resonant pressure) zeigt uns, dass wir mit diesem „Verfahren“ absolut auf dem richtigen Weg sind.“

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