8 Experten zum Thema Industrie 4.0 – Teil 1 Die Zukunft der Smart Factory hat schon begonnen

Redakteur: Matthias Back

Internet of Things, Smart Factory und Industrie 4.0: Selten haben Schlagworte solch hohe Aufmerksamkeit erzielt. Das Prinzip: eine global vernetzte Produktion zu schaffen, über alle Grenzen hinweg. Dabei müssen verschiedene Teildisziplinen intelligent und einwandfrei zusammenarbeiten. Wie weit sind die deutschen Automatisierer? Ein Zwischenstand.

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Smart Factory: Die besten Chancen sind gleichzeitig die größten Herausforderungen.
Smart Factory: Die besten Chancen sind gleichzeitig die größten Herausforderungen.
(Bild: fotohansel - fotolia)

Nachgefragt: Beste Chancen oder Gefahr in Verzug? Wie ist das allgemeine Stimmungsbild in der Automatisierungsbranche zum Thema Industrie 4.0? Wo sehen Sie die besten Chancen und die größten Hürden bei der Umsetzung?

Dr. Ursula Frank, Projektmanagement Forschung & Entwicklung und Dr. Josef Papenfort, Produktmanager Twincat bei Beckhoff:

Für Beckhoff ist Industrie 4.0 mehr als nur ein Schlagwort. Industrie 4.0 ist vielmehr eine logische Fortsetzung der Symbiose aus Informations- und Kommunikationstechnik und der Automatisierungstechnik, mit dem Fokus Kommunikation und Vernetzung. Viele Kunden sind bereits seit Jahrzehnten global vernetzt.

Die Entwicklung geht jedoch hin zu einer noch stärkeren Vernetzung. Der Schlüssel hierzu ist PC-basierte Steuerungstechnik und die damit grundsätzlich gegebenen Möglichkeiten der Kommunikation. Neben der physikalischen Vernetzung sind Protokolle auf den verschiedenen Ebenen einer Produktion notwendig. Zur echtzeitfähigen Steuerungskommunikation auf der Feldbusebene ist von Beckhoff mit Ethercat ein etablierter und weltweit verbreiteter Standard definiert worden. Mit OPC UA ist eine Kommunikation nach oben in der Steuerungspyramide möglich. Hier sind Dinge wie Authentifizierung und Verschlüsselung von Daten integriert.

Daneben spielt auch das Engineering eine große Rolle. Modulare Softwareerstellung mit modernen Sprachen wie IEC61131-3 3rd Edition, C/C++ und Matlab/Simulink lenken die Kosten beim Engineering.

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Das ursprünglich deutsche Thema Industrie 4.0 ist mittlerweile, auch zu Recht, ein weltweites Thema. Die große Vision der global vernetzten Smart Factories kann nur durch weltweit anerkannte und genutzte Standards, vor allem in der Kommunikation und Sicherheit, Realität werden. Dazu bedarf es weltweiter Diskussionen, Entwicklungen und Anpassungen. Sicherlich entsteht hierdurch eine Konkurrenzsituation, die es gilt, strategisch geschickt für sich zu nutzen. Aber das ist eine der urtypischen Aufgaben eines jeden Unternehmens.

Unternehmen wie Beckhoff sind es gewohnt innovative, neue Wege zur Begegnung der Marktforderungen zu gehen und werden weiterhin verstärkt ihre Innovationskraft in Entwicklungen zum Thema Industrie 4.0 investieren. Voraussetzungen dafür sind vor allem ein politisch offenes und unterstützendes Umfeld sowie eine noch zielgruppengerechtere, mit fundiertem Grundwissen geprägte Ausbildung der Facharbeiter.

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