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NAMUR-Hauptsitzung 2009

Die Herausforderungen an industrielle Kommunikation wachsen

10.11.2009 | Autor / Redakteur: Dipl.-Ing. Sabine Mühlenkamp / Dr. Jörg Kempf

Kommunikation in der Prozessindustrie: Die Art der Informationsübertragung hat sich drastisch verändert und wird auch in Zukunft neue Aufgaben für Anwender und Hersteller bereit halten.
Kommunikation in der Prozessindustrie: Die Art der Informationsübertragung hat sich drastisch verändert und wird auch in Zukunft neue Aufgaben für Anwender und Hersteller bereit halten.

Die Wege und die Art der Kommunikation in der Prozessleittechnik haben sich in den vergangenen Jahren erheblich verändert. Der Ruf nach standardisierten Kommunikationsstrukturen wird daher immer lauter, nicht nur von den Anwendern. Auch der diesjährige Sponsor der Namur-Hauptsitzung Pepperl+Fuchs als Interface-Spezialist, sieht die einheitliche Gestaltung von Schnittstellen als oberste Aufgabe.

Ohne Kommunikation ist alles nichts“, mit diesen Worten fasste Dr. Felix Hanisch, Bayer Material Science, das Wesentliche zur diesjährigen Namur-Hauptsitzung zusammen. Rund 460 Teilnehmer kamen am 5./6. November nach Bad Neuenahr.

Wie immer gelang es den Anwendern, den Finger in die offenen Wunden der Automatisierungstechnik zu legen. Neben kleinen Kratzern machen den Anwendern vor allem zwei größere Verletzungen zu schaffen: Die einfache Geräteintegration, die jedoch eine größere langjährige Behandlung nach ziehen wird, und die Diskussionen um zwei drohende Standards bei Wireless. Letzere, so viel sei vorweg gesagt, scheint mit einem einsichtigen Ärzteteam behandelbar.

>> Offizielles und Networking bei der Namur Jahrestagung 2009 – festgehalten in einer Bildergalerie (weiter)

Schon in den Anfängen der Namur erinnerte Dr.-Ing. Gunther Kegel, Vorsitzender der Geschäftsleitung von Pepperl+Fuchs, mussten bestimmte Faktoren bei der industriellen Kommunikation beachtet werden. So besitzt die physikalische Schicht zwei Drähte für Energie und Information sowie ein eingeprägtes Stromsignal für hohe EMV-Festigkeit. Dabei sollte es sich um eine offene, frei verfügbare Spezifikation handeln, die (inter-)national genormt und eigensicher ist. Diese Eigenschaften haben bis heute Gültigkeit und gelten sowohl für die 4…20 mA analoge Signalübertragung wie für Remote I/O-Systeme und den Feldbus. Letzterer bietet jedoch eine ganze Reihe an weiteren Vorteilen.

„Zudem ist der Feldbus eine Enabling-Technologie, mit dem bestimmte Konzepte erst möglich sind“, machte Kegel deutlich und nannte als Beispiele multisensorielle Signale, die zustandsbasierte Diagnose, multifunktionale Geräte, eine höhere Genauigkeit, Sicherheitsfunktionen sowie Hot Plug &Play und Control in the field.

Die Entwicklung für Feldbusanwendungen wird daher auch in Zukunft nicht still stehen. So arbeitet Pepperl+Fuchs derzeit zusammen mit der Physikalisch-Technischen Bundesanstalt an einem neuen Konzept einer eigensicheren Stromversorgung, das eine wesentlich höhere Energieübertragung erlaubt. DART (Dynamic Arc Recognition and Termination) erkennt aktiv die Funkenbildung und schaltet anschließend schnell die Energiezufuhr ab. Erste Feldbusspannungen, die das DART-Prinzip nutzen, werden zur Jahresmitte 2010 erwartet.

(Auf den folgenden Seiten lesen Sie mehr zu den Vorträgen und geführten Gesprächen rund um Ethernet, Wireless sowie die Geräte- und Systemintegration)

 

Technologie-Roadmap: Prozesssensoren 2015+

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