Suchen

Stellgeräte

Diagnosesysteme in Stellgeräten bieten hohes Einsparpotenzial

| Autor/ Redakteur: Dipl.-Ing. Sabine Mühlenkamp / Jörg Kempf

Das smarte Stellgerät kann die tägliche Arbeit erheblich erleichtern und beispielsweise die Instandhaltungskosten drastisch senken. Allerdings werden beileibe noch nicht alle Möglichkeiten ausgeschöpft. Lesen Sie, welches Einsparpotenzial moderne Diagnosesysteme in Stellgeräten bieten.

Firmen zum Thema

(Archiv: Vogel Business Media)

Derzeit müssen Anwender zwischen ungeplanten Anlagenausfällen und hohen Kosten für die turnusmäßige Instandsetzung bei Regelventilen wählen. Abhilfe schaffen Stellgeräte mit innovativen Diagnosesystemen. „Sehr gut online detektierbar sind z.B. Regelabweichungen, Nullpunktverschiebung, Über- oder Unterschreitung der zulässigen Betriebstemperatur, Änderungen der Ventilreibung sowie die Lebensdauerwerte“, zählt Andreas Pomsel von Arca Regler auf. Auch bei Armaturen, die nur sehr selten benutzt werden, ermöglicht der Partial-Stroke-Test eine Funktionskontrolle und damit eine Anhebung der SIL-Parameter.

Bisher steht hauptsächlich die Diagnose des Stellungsreglers selbst und der grundsätzlichen Funktion des Ventils im Vordergrund. „Zunehmend jedoch rückt die Beobachtung aller Komponenten des kompletten Stellgerätes und seiner direkten Umgebung in den Fokus“, berichtet Stefan Erben, Leiter der Entwicklung Elektronik Industrie bei Samson.

Bildergalerie

Bildergalerie mit 6 Bildern

Weit mehr als nur die Erfassung des Zustandes von Stellungsregler & Co.

Asset-Management-Funktionen moderner Stellgeräte sind damit weit mehr als nur die Erfassung des Zustandes des Stellungsreglers, des Ventils und des Antriebs. Genauso wichtig sind die Dokumentation des Aufbaus und die Erfassung der Performance des gesamten Stellgerätes. Neben den Standardfunktionen lassen sich alle wesentlichen Zustände eines Stellgerätes wie erhöhte Reibung oder Hysterese, Veränderung der Federn im Antrieb oder in der Zuluft, Verschiebung oder Einschränkung des Arbeitsbereichs und vieles mehr detektieren. „Statistische Funktionen wie etwa die Erfassung der Anzahl und Größe von Lastwechseln geben Aufschluss über die dynamische Belastung und damit den Verschleiß der Packung“, nennt Erben ein anderes Beispiel.

Ein weiteres Feld ist die Anwendung für Auf/Zu-Armaturen. „Durch für diese Anwendungsart angepasste Diagnosefunktionen können detaillierte Informationen über den Zustand der Armatur ermittelt werden, wie die Überwachung von Losbrech- und Laufzeiten zur Erkennung von Reibung und Verschleiß sowie statistische Auswertungen", so Erben.

Dieser Beitrag ist urheberrechtlich geschützt. Sie wollen ihn für Ihre Zwecke verwenden? Kontaktieren Sie uns über: support.vogel.de (ID: 35413390)