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VDI-Diskussionspapier Der Ingenieur von morgen

| Redakteur: M.A. Manja Wühr

Mit dem Diskussionspapier „Ingenieurausbildung für die Digitale Transformation“ stellt der VDI Thesen und Handlungsfelder vor, um die Ingenieursausbildung fit für die digitale Transformation zu machen. Doch was muss der Ingenieur von morgen können und wissen?

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Was müssen Ingenieure künftig können und wissen?
Was müssen Ingenieure künftig können und wissen?
(Bild: ©Theerapong - stock.adobe.com)

Düsseldorf – Bereitet das Studium angehende Ingenieure auf die Arbeitswelt von morgen vor? Dieser Frage geht das Diskussionspapier „Ingenieursausbildung für die digitale Transformation“ nach. Schließlich verändert die Digitalisierung schon heute die Anforderungen und Tätigkeitsprofile von Ingenieuren massiv. Die Thesen und Handlungsfelder der Autoren zeichnen dabei ein klares Bild des Ingenieurs von morgen.

Soziale Kompetenzen

  • Selbstlernkompetenz: Das verfügbare Wissen nimmt immer mehr zu. Sich dieses Wissen sicher erschließen und einschätzen zu können, wird künftig unerlässlich sein.
  • Entscheidungsvermögen: Künftig wird es entscheidend sein, Wesentliches vom Unwesentlichen unterscheiden und Alternativen beurteilen zu können.
  • Kooperationskompetenz: Ingenieure sollen zur Zusammenarbeit, Konsensfindung und wechselseitigen Akzeptanz fähig sein. Dazu braucht es neben Teamfähigkeit auch die Befähigung, außerorganisatorische Kooperationen einzugehen.

Fachliche Kompetenzen

  • Hybride Kompetenzen: Ingenieure von morgen bringen neben dem Wissen und Fähigkeiten der jeweiligen Fachrichtung auch Kenntnisse der digitalen Disziplinen mit.
  • Interdisziplinäre Kompetenzen: Die Verfasser sind überzeugt, dass die digitale Transformation durch eine inter- und transdisziplinäre Zusammenarbeit gelingen wird.
  • Simulationstechnologien: Das Verständnis von Simulationstechnologien ist die Grundlage für die Entwicklung von Anlagen und Szenarien in der digitalen Welt.
  • Big Data: Ingenieure wissen um die Informationsgewinnung über Sensoren und die Umsetzung durch Aktoren. Zudem sollten sie große Datenmengen filtern können und Kenntnis agiler Prozessmethoden der Softwareentwicklung haben.
  • Technikfolgenabschätzung: Fragen wie Datenschutz und -missbrauch sowie Datensicherheit und -fälschung, aber auch Entscheidungsparameter autonomer Systeme sind Teil von Ingenieursentwicklungen. Zudem gestalten Ingenieure normative Prozesse mit.
  • Qualitätsverständnis: Ingenieure müssen auch softwareseitig das richtige Maß an Sicherungsmaßnahmen und die Grenzen der zugrunde liegenden Modellansätze kennen.

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