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Chloroquin-Spende Covid-19: Bayer spendet Malaria-Medikament an Bundesregierung

| Redakteur: MA Alexander Stark

Im Kampf gegen Covid-19-Erkrankungen unterstützt Bayer die deutsche Bundesregierung mit einer Spende von acht Millionen Tabletten Chloroquin. Es gibt verschiedene Hinweise darauf, dass der Malaria-Wirkstoff zur Behandlung von Corona-Infektionen geeignet ist.

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Verschiedene Untersuchungen in Laboren und Kliniken liefern erste Hinweise darauf, dass Chloroquin zur Behandlung bei Covid-19-Patienten geeignet sein könnte.
Verschiedene Untersuchungen in Laboren und Kliniken liefern erste Hinweise darauf, dass Chloroquin zur Behandlung bei Covid-19-Patienten geeignet sein könnte.
(Bild: Bayer)

Leverkusen – In den vergangenen Wochen hat Bayer bereits mehrere Millionen Tabletten des Malaria-Medikaments Chloroquin an Regierungen verschiedener weiterer Länder, darunter besonders stark von der Corona-Pandemie betroffene Staaten wie China, Italien und die USA. Die Lieferung stammt von chinesischen Herstellern. In den kommenden Tagen werden die Medikamente an die zuständigen Stellen übergeben.

Verschiedene Untersuchungen in Laboren und Kliniken hätten erste Hinweise darauf geliefert, dass Chloroquin zur Behandlung bei Covid-19-Patienten geeignet sein könnte, sagt Werner Baumann, Vorstandsvorsitzender von Bayer. Sollten sich diese Erkenntnisse in weiteren Studien bestätigen, will der Konzern die Produktionskapazitäten für Chloroquin in Europa bereitstellen, um ausreichende Mengen des Medikaments herzustellen.“Bayer werde das Mittel ausschließlich für das Gemeinwohl produzieren und in der Krise kostenlos an Regierungen abgeben.

Chloroquin ist ein verschreibungspflichtiges Anti-Malaria-Medikament, das insoweit gut erforschte Nebenwirkungen hat, aber bei unsachgemäßer Einnahme gesundheitliche Schäden verursachen kann. Um die Sicherheit von Patienten zu garantieren, darf es ausschließlich unter medizinischer Aufsicht eingenommen werden. Um dies zu gewährleisten, gibt Bayer Spenden dieses Medikaments grundsätzlich nur an staatliche Stellen sowie zur Durchführung von klinischen Studien ab.

Die klinische Wirksamkeit von Chloroquin ist jedoch weiterhin unbestätigt. Derzeit wird das Medikament in mehreren Studien weltweit auf seine Wirksamkeit gegen Covid-19-Infektionen getestet. Dazu gehören unter anderem die „Solidarity“-Studie der Weltgesundheitsorganisation (WHO), die „Discovery“-Studie der französischen Forschungsorganisation Inserm sowie die „Recovery“-Studie der Universität Oxford. Bayer ist Teil der Covid-19 Therapeutic Accelerator-Initiative der Bill & Melinda Gates Foundation und darüber ebenfalls an klinischen Studien beteiligt. Hinreichende Ergebnisse erhoffen sich Wissenschaftler für die kommenden Wochen. Sollte der Nutzen wissenschaftlich bestätigt werden, könnte Chloroquin im großen Maßstab global und auch in weniger entwickelten Ländern einsetzbar sein.

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