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Absatzrückgang durch Corona Covestro erreicht Prognose für das erste Quartal

| Redakteur: Alexander Stark

Trotz des durch die Auswirkungen des Coronavirus stark beeinträchtigten Geschäftsumfelds konnte Covestro seine Ebitda-Prognose für das erste Quartal 2020 erreichen. Aufgrund einer signifikant schwächeren Nachfrage in China durch coronavirusbedingte Produktionsunterbrechungen, gingen die abgesetzten Mengen im Kerngeschäft aber um 4,1 % zurück.

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Das erste Quartal 2020 war bei Covestro bereits durch den Absatzrückgang in China geprägt.
Das erste Quartal 2020 war bei Covestro bereits durch den Absatzrückgang in China geprägt.
(Bild: gemeinfrei / Pixabay )

Leverkusen – Zusammen mit einem weltweiten Rückgang der Verkaufspreise, hauptsächlich getrieben durch erhöhten Wettbewerbsdruck in den Segmenten Polyurethanes und Polycarbonates, führte der Absatzrückgang in China bei Covestro zu einem gesunkenen Konzernumsatz in Höhe von rund 2,8 Milliarden Euro (– 12,3 %). Das Ebitda lag mit 254 Millionen Euro (– 42,5 %) im erwarteten Bereich für das erste Quartal. Das Konzernergebnis sank auf 20 Millionen Euro (– 88,8 %). Der Free Operating Cash Flow (Focf) war mit – 249 Millionen Euro erwartungsgemäß negativ.

„Die Coronavirus-Pandemie ist eine Ausnahmesituation und hat die ohnehin bestehenden globalen Unsicherheiten zusätzlich verstärkt“, sagte der Vorstandsvorsitzende Dr. Markus Steilemann.

Prognose für das Gesamtjahr bereits um Coronavirus-Effekte angepasst

Im Zuge deutlich absehbarer negativer Einflüsse der Coronavirus-Pandemie auf die globale Wirtschaftsentwicklung und damit auch auf die weitere Geschäftsentwicklung, hatte Covestro seine bisherige Jahresprognose bereits Mitte April angepasst. Eine Aktualisierung des Ausblicks sei angesichts der gravierenden Auswirkungen der Coronavirus-Pandemie auf die globalen Märkte notwendig gewesen, erklärte Dr. Thomas Toepfer, Finanzvorstand von Covestro. Der Konzern sei solide aufgestellt und verfüge unverändert über eine starke Bilanz und eine hohe Liquidität.

Für das Gesamtjahr 2020 rechnet das Unternehmen beim Mengenwachstum im Kerngeschäft mit einem Wert unterhalb des Vorjahres. Der Focf wird im laufenden Jahr zwischen – 200 und 300 Millionen Euro und ein Return on Capital Employed (Roce) zwischen –1 % und 4 % erwartet. Das Ebitda soll zwischen 700 Millionen und 1,2 Milliarden Euro liegen. Neben dem bereits im Oktober 2018 gestarteten Effektivitäts- und Effizienzprogramm hat das Unternehmen das Ziel für zusätzliche kurzfristige Kosteneinsparungen um weitere 100 auf 300 Millionen Euro für das laufende Geschäftsjahr erhöht. Laufende Investitionen werden um rund 200 Millionen Euro auf Gesamtinvestitionen in Höhe von rund 700 Millionen Euro gesenkt.

Die ursprünglich für den 17. April 2020 geplante ordentliche Hauptversammlung wurde aufgrund der Coronavirus-Pandemie abgesagt. Sie soll nun gemäß der veränderten rechtlichen Rahmenbedingungen ohne physische Präsenz am 30. Juli 2020 als virtuelle Veranstaltung stattfinden.

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