CO2-Berechnung CO2-Bewertung in der Lebensmittel- und Pharmaproduktion

Von Syntegon

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Mit einem vom TÜV Rheinland zertifizierten, softwarebasierten Ansatz will Syntegon Unternehmen der Pharma- und Lebensmittelindustrie künftig volle Transparenz über den CO2-Fußabdruck der Maschinen des eigenen Portfolios bieten. Die neu entwickelte Berechnung erfasst Parameter wie Strom, Druckluft, Medien und Packstoffe.

Die TÜV-zertifizierte Methodik zur CO2-Berechnung entwickelte und erprobte Syntegon u. a. mit dem Sammelpacker Elematic 3001 aus dem eigenen Lebensmittelportfolio.
Die TÜV-zertifizierte Methodik zur CO2-Berechnung entwickelte und erprobte Syntegon u. a. mit dem Sammelpacker Elematic 3001 aus dem eigenen Lebensmittelportfolio.
(Bild: Syntegon Technology)

Verpackungs- und Prozessanlagen lassen sich mit der flexiblen Methodik gleichermaßen untersuchen. Diese setzt die genannten Parameter gezielt in Relation zu den jeweils verursachten CO2-Emissionen, um Verbräuche ganzheitlich und kundenspezifisch zu ermitteln. Die Analyse umfasst den Lebenszyklus der Maschinen, von ihrer Herstellung über den Transport bis hin zur Nutzung. Letztere macht rund zwei Drittel des gesamten Lebenszyklus der Anlagen aus. Mit den so erhobenen Daten will das Unternehmen seine Kunden dabei untersützten, Anlagen und Prozesse im Sinne einer nachhaltigen Produktion zu verbessern und Kosten zu reduzieren.

Die Methodik entwickelte Syntegon 2021 auch mit Blick auf die eigenen Nachhaltigkeitsziele: Bis 2025 möchte das Unternehmen die Verbräuche besonders energieintensiver Anlagen um 25 Prozent senken – und damit bei rund 80 Prozent der Anlagen des eigenen Portfolios unterhalb branchenüblicher Verbräuche liegen. Der Verbrauch nimmt über den gesamten Lebenszyklus einer Anlage eine zentrale Rolle ein: Mehr als zwei Drittel des CO2-Fußabdrucks entsteht in der Nutzungsphase. Die neu entwickelte Berechnung gehört damit fest zum so genannten Life Cycle Assessment (LCA), d. h. einer Auswertung von Maschinendaten über deren Lebenszyklus hinweg.

Ein erstes Modell seiner Verbrauchsanalyse erprobte Syntegon im Herbst 2021 mit dem Sammelpacker Elematic 3001 und der Kapselfüllmaschine GKF 720. Die Ergebnisse der Testphase stellte das Unternehmen anschließend erstmals auf den Expo Lounges 2022 in Karlsruhe vor. Im Juli 2022 erfolgte die Zertifizierung durch den TÜV Rheinland: Datenaggregation und -aufbereitung erfolgen damit nach gängigen internationalen Standards wie ISO 14067 und ermöglichen die Nutzung des Berechnungsmodells über die Testanlagen hinaus. Der Ansatz erlaubt es Syntegon, sämtliche Anlagen aus dem Portfolio sowie diverse Produktionsszenarien auf Anfrage hin zu untersuchen – und so über die Pilotphase hinaus weitere Erkenntnisse über CO2-Werte zu gewinnen.

Für die Datensammlung und -auswertung stützt sich Syntegon auf geprüfte Software des Instituts für Umweltinformatik (ifu) in Hamburg sowie eine umfassende Datenbank der Züricher Non-Profit-Organisation Ecoinvent. Mit Erfolg: Die Entwicklung trug neben anderen Initiativen dazu bei, dass das Unternehmen 2022 sein Ergebnis beim Ecovadis-Nachhaltigkeitsrating von Bronze auf Silber verbessern konnte. Syntegon platzierte sich damit unter den nachhaltigsten 25 Prozent der von Ecovadis bewerteten Unternehmen mit über 1.000 Beschäftigten.

Das Life Cycle Assessment steht nach erfolgreicher Pilotphase und Zertifizierung indes noch am Anfang. In den nächsten Monaten und Jahren möchte Syntegon sein Service-Portfolio entsprechend ausbauen: Angedacht ist eine Lösung zur Ermittlung von Verbrauchs- und CO2-Werten, die Kunden nützliche Hinweise zur Verringerung von Emissionen liefert und beim CO2-Reporting unterstützt. Auch die interne Nutzung der so gewonnenen Daten soll langfristig größeres Gewicht bekommen, etwa bei der Neu- oder Weiterentwicklung von Maschinen für die pharmazeutische und Lebensmittelbranche. Als entscheidend betrachtet Syntegon dabei die direkte Zusammenarbeit mit seinen Kunden.

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